Tod einer ukrainischen Journalistin in russischer Gefangenschaft: Was die Untersuchungskommission des Parlaments herausfand.
Untersuchung zum Tod von Wiktorija Roschtschyna
Nach Angaben von Espreso.tv: Der Fall der getöteten Journalistin Wiktorija Roschtschyna wird nun von einer eigens eingesetzten temporären Untersuchungskommission des ukrainischen Parlaments aufgearbeitet. Die Frau war im August 2023 verschwunden, am 10. Oktober 2023 wurde ihr Tod bekannt gegeben. Die Ermittlungen ergaben, dass Roschtschyna über Lettland nach Russland einreiste und anschließend in das vorübergehend besetzte Enerhodar gelangte.
Am 4. August 2023 wurde Wiktorija Roschtschyna von russischen Sicherheitskräften festgenommen. Sie wurde zunächst in Melitopol und Enerhodar festgehalten, später dann in die Untersuchungshaftanstalt Nr. 2 in Taganrog verlegt. Während der Haft erlitt sie einen Bruch des Hinterhauptbeins. Zu Beginn der groß angelegten Invasion in die Ukraine arbeitete Roschtschyna für das Medium hromadske. Bereits am 11. März 2022 war sie in die Hände des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB geraten. Am 3. August 2023, dem Tag ihres Verschwindens, verloren ihre Angehörigen und Freunde den Kontakt zu ihr.
Reaktionen und Folgen
Im Mai 2024 räumte Russland ein, Wiktorija Roschtschyna in Haft zu halten. Dennoch wurde am 10. Oktober 2023 ihr Tod bekannt. Die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft leitete ein Verfahren wegen eines Kriegsverbrechens ein, das im Zusammenhang mit einem vorsätzlichen Tötungsdelikt steht. Ein Ermittlungsvertreter erklärte:
„Es kam zu einer Tötung aufgrund ihrer persönlich geäußerten Haltung.“Der Experte Dmytro Schewtschuk vermutet:
„Ab dem Moment, als sie die Grenze zur Russischen Föderation überquerte, könnte sie überwacht worden sein.“
Die Ermittlungen dauern an, und sämtliche Details des Falls werden sowohl von ukrainischen als auch von internationalen Menschenrechtsorganisationen genau verfolgt.
Der Tod von Wiktorija Roschtschyna hat in der Ukraine und darüber hinaus große Betroffenheit ausgelöst. Er verdeutlicht die Gefahren, denen Journalisten ausgesetzt sind, wenn sie über Konflikte berichten. Die laufenden Ermittlungen könnten weitreichende Auswirkungen auf internationale Beziehungen und die Debatte über Menschenrechte im Kontext der russischen Aggression gegen die Ukraine haben. Dieser Fall unterstreicht zudem die dringende Notwendigkeit, Journalisten und ihre Arbeit in Kriegszeiten zu schützen, da sie gezielt Opfer politischer Repressionen werden.
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