Zehn russische Soldaten nach Drohnenangriffen auf Zivilisten in Cherson angeklagt.
Anklage wegen Kriegsverbrechen
Nach Angaben von Novyny.live: Der ukrainische Sicherheitsdienst (SBU) hat zehn russische Soldaten wegen Kriegsverbrechen angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, mit Drohnen Zivilisten in Cherson attackiert zu haben. Die Anklage wurde am 9. Juni 2023 in Abwesenheit der Beschuldigten erhoben. Alle Männer gehören dem 404. motorisierten Schützenregiment der Territorialverteidigung der russischen Truppengruppierung 'Dnepr' an.
Liste der Beschuldigten
Folgende Personen stehen auf der Anklageliste:
- Zolak Grigorjan
- Nikita Gubar
- Nikolai Denissenko
- Wladimir Klimow
- Wjatscheslaw Kornenkow
- Wiktor Nischnikow
- Ruslan Nugajew
- Wladimir Orlow
- Iwan Prusatschenko
- Oleg Puchljakow
Den Ermittlungen zufolge überwachten diese russischen Soldaten die Bewegungen der Einwohner von Cherson und warfen von Drohnen aus Sprengkörper auf sie ab.
Dokumentierte Angriffe umfassen Einsätze gegen zivile Fahrzeuge, Wohngebiete und Krankenwagen. Ein besonders schwerwiegender Fall war ein 'Doppelschlag' gegen Rettungskräfte des Staatlichen Dienstes für Notsituationen (DSNS). Bei diesen Attacken erlitten viele Menschen multiple Splitterverletzungen, Verbrennungen, Gehirnerschütterungen und andere Traumata. Auch zivile Infrastruktur wurde beschädigt.
Den Beschuldigten wird nach Teil 1 von Artikel 438 des Strafgesetzbuches der Ukraine vorgeworfen, der Kriegsverbrechen behandelt. Derzeit laufen Maßnahmen, um die russischen Soldaten für diese Taten zur Rechenschaft zu ziehen. Dieser Schritt ist Teil einer umfassenderen Strategie der Ukraine, systematisch Beweise für Kriegsverbrechen zu sammeln.
Der Fall unterstreicht die schwerwiegenden Folgen der russischen Aggression in der Ukraine und bekräftigt das Engagement der ukrainischen Behörden, Kriegsverbrecher zur Verantwortung zu ziehen. Die Maßnahmen des SBU zeigen eine verstärkte Ermittlungsarbeit gegen Verbrechen an der Zivilbevölkerung. Dies könnte auch die internationale Wahrnehmung und Unterstützung für die Ukraine im Kampf gegen die Aggression beeinflussen.
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