Junger Drahtzieher hinter Gitter: Bande erbeutete über 260.000 Hrywnja.
Schlag gegen Cyber-Bande in der Ukraine
Nach Angaben von TSN.ua: Ein 20-jähriger Mann aus der Oblast Iwano-Frankiwsk steht im Zentrum einer kriminellen Vereinigung, die nun von Sicherheitsdienst (SBU) und Nationalpolizei zerschlagen wurde. Die Gruppe hatte es auf Bankkonten ukrainischer Bürger abgesehen und über 260.000 Hrywnja erbeutet. Die Täter erwarben die Finanzdaten ihrer Opfer über einen spezialisierten Kanal im Messenger Telegram – ein Indiz für eine gut organisierte kriminelle Infrastruktur im Netz.
So arbeitete die kriminelle Vereinigung
Der mutmaßliche Anführer rekrutierte vier Bekannte für seine Machenschaften. Insgesamt waren sechs Personen in das Schema involviert, die als sogenannte 'Drops' fungierten und die gestohlenen Gelder in Bargeld verwandelten. Bei Durchsuchungen beschlagnahmten die Ermittler Beweismittel, darunter:
- Computer
- Mobiltelefone
- Bankkarten
- Bargeld
- Dokumente und Gegenstände von beweissichernder Bedeutung für das Strafverfahren
Der Organisator und vier seiner Komplizen sind inhaftiert; das Gericht ordnete für sie Untersuchungshaft an. Ihnen wird die Beteiligung an einem besonders schweren Diebstahl (Art. 185 Abs. 4 StGB der Ukraine) und an Computerbetrug (Art. 361 Abs. 5 StGB der Ukraine) vorgeworfen. Den Beschuldigten drohen bis zu fünfzehn Jahre Freiheitsentzug. Die Ermittlungen zielen nun darauf ab, alle Umstände der Tat und mögliche weitere Mittäter aufzudecken.
Der erfolgreiche Zugriff ist ein bedeutender Erfolg im Kampf gegen die Cyberkriminalität, die in der Ukraine in den letzten Jahren zunehmend zur Gefahr für die finanzielle Sicherheit der Bürger geworden ist. Solche Ermittlungserfolge zeigen, wie wichtig die Zusammenarbeit verschiedener Sicherheitsbehörden ist. Die enge Verflechtung von digitalen und analogen Straftaten erfordert ein koordiniertes Vorgehen. Die Ermittlungen werden fortgesetzt, da derartige kriminelle Netzwerke oft über Landesgrenzen hinaus aktiv sind.
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