Ukrainischer Geistlicher wegen Kirchenraubs angeklagt.
Priester der Moskauer Patriarchatskirche unter Verdacht
Nach Angaben von TSN.ua: Ein Geistlicher der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats (UOK-MP) steht im Zentrum eines Ermittlungsverfahrens. Die ukrainische Sicherheitsbehörde SBU und die Nationalpolizei werfen ihm vor, ein Kirchengebäude in der Region Kiew illegal auf seinen eigenen Wohltätigkeitsfonds übertragen zu haben. Der Wert des Immobilienobjekts, um das es in dem Fall geht, beläuft sich auf fast 6 Millionen Hrywnja.
Die Gemeinde der Heilig-Dimitrios-Pfarrei in der Stadt Browary hatte im April 2024 eigentlich den Beschluss gefasst, zur Orthodoxen Kirche der Ukraine (OKU) zu wechseln. Der Priester soll jedoch versucht haben, seine Handlungen nachträglich zu legitimieren, indem er das Protokoll der Gemeindesitzung fälschte. Dieses Vorgehen veranlasste die Strafverfolgungsbehörden zum Einschreiten.
Mögliche Haftstrafe droht
Gegen den Beschuldigten wurde ein Verdacht nach Teil 5 von Artikel 191 des Strafgesetzbuches der Ukraine erhoben. Ihm droht eine Freiheitsstrafe von bis zu zwölf Jahren, verbunden mit der Einziehung von Vermögenswerten. Derzeit läuft die Voruntersuchung, um alle Umstände der Tat aufzuklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Der Fall spiegelt die angespannte religiöse Lage in der Ukraine wider, wo Gemeindewechsel zwischen Kirchen häufig zu Konflikten und juristischen Auseinandersetzungen führen. Die Ermittlungen gegen den Priester könnten weitreichende Folgen für die lokale Gemeinde und das Ansehen der UOK-MP in der Ukraine haben. Dies geschieht vor dem Hintergrund tiefgreifender Veränderungen in der ukrainischen Glaubenslandschaft seit der russischen Invasion.
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