US-Senat stimmt erstmals seit 1973 für Truppenabzug – was nun kommt.

US-Senat stimmt erstmals seit 1973 für Truppenabzug – was nun kommt
US-Senat stimmt erstmals seit 1973 für Truppenabzug – was nun kommt

Abstimmung im US-Senat zu Kriegsbefugnissen

Nach Angaben von Espreso.tv: Am 23. Juni stimmte der US-Senat mit 50 zu 48 Stimmen für eine Resolution zu militärischen Vollmachten, die den Präsidenten auffordert, amerikanische Streitkräfte aus Kampfeinsätzen abzuziehen. Bis auf einen Demokraten unterstützten alle Mitglieder der Partei den Vorstoß, zudem vier Republikaner. Dies ist das erste Mal seit 1973, dass beide Kammern des Kongresses eine solche Resolution verabschiedet haben.

Bereits Anfang Juni hatte das Repräsentantenhaus mit 215 zu 208 Stimmen grünes Licht gegeben. Zu den republikanischen Befürwortern zählten:

  • Thomas Massie
  • Brian Fitzpatrick
  • Tom Barrett
  • Warren Davidson

Zwei Republikaner enthielten sich der Stimme. Vorausgegangen war eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran am 15. Juni. Am 18. Juni unterzeichneten US-Präsident Donald Trump und sein iranischer Amtskollege Massud Peseschkian ein Memorandum zur Beendigung des Krieges. Im Anschluss daran hoben die USA die Seeblockade iranischer Häfen auf.

„Die Abstimmung ist unzeitgemäß und sinnlos“ – Donald Trump

Die Entscheidung spiegelt die tiefen Gräben innerhalb der US-Politik wider, wenn es um die Rolle des Landes in militärischen Konflikten geht. Die Resolution markiert einen bedeutenden Schritt in der US-Außenpolitik, insbesondere im Verhältnis zum Iran.

Mit diesem Votum zeigt der Kongress, dass sich die Stimmung zu Auslandseinsätzen wandelt – auch vor dem Hintergrund wachsender parteiübergreifender Kritik. Der Beschluss könnte ein Zeichen dafür sein, dass friedliche Konfliktlösungen stärker in den Fokus rücken, was wiederum den Wünschen vieler Wähler entspricht, die langwierige Militäreinsätze zunehmend ablehnen. Künftig wird der Präsident bei seiner Iran-Politik und anderen potenziellen Konflikten stärker auf die Meinung des Kongresses achten müssen.


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