Die Achtbeiner sind nicht aufzuhalten: Wie drei Herzen ein Leben ohne Puls ermöglichen.
Nach Angaben von ТСН: Die Tintenfische beeindrucken erneut die Wissenschaftler mit ihrer erstaunlichen Physiologie. Biologen haben festgestellt, dass diese Kopffüßer auch dann aktiv bleiben können, wenn ihr Herz vorübergehend langsamer wird oder stoppt, ohne dass dies ernsthafte Folgen für den Organismus hat.
Der Schlüssel zu dieser Ausdauer liegt in der besonderen Struktur ihres Blutkreislaufs. Im Gegensatz zu Säugetieren haben Tintenfische drei Herzen: zwei Kiemenherzen, die das Blut durch die Atemorgane pumpen, und ein systemisches Herz, das Sauerstoff im ganzen Körper verteilt. Selbst wenn das zentrale Herz für kurze Zeit stoppt, arbeiten die Kiemenherzen weiter und versorgen die Zellen mit Sauerstoff.
Eine wichtige Rolle spielt auch die Zusammensetzung ihres Blutes. Bei Tintenfischen wird Sauerstoff durch Hämocyanin transportiert – ein kupferhaltiges Protein, das bei niedrigem Sauerstoffgehalt effizient ist. Es kann den Zellen auch bei schwachem Blutstrom Sauerstoff abgeben, was es den Zellen ermöglicht, länger einen aeroben Stoffwechsel aufrechtzuerhalten, ohne dass eine angemessene Zirkulation vorliegt.
Dezentralisiertes Nervensystem
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das dezentralisierte Nervensystem. Mehr als die Hälfte der Neuronen des Tintenfischs konzentriert sich in seinen Tentakeln, was es ihm ermöglicht, grundlegende Bewegungen und Reaktionen beizubehalten, selbst bei eingeschränkter Blutzufuhr zum Gehirn. Das Tier kann sich bewegen, an Oberflächen haften und seine Körperposition verändern, ohne nützliche Funktionen zu verlieren.
Wissenschaftler glauben, dass diese Fähigkeit eine Anpassung an ein Leben in Bedingungen mit instabilen Sauerstoffniveaus ist, wie zum Beispiel in Korallenriffen, Gezeitenbecken oder engen Verstecken. Diese Mechanismen interessieren medizinische Forscher, da sie helfen, besser zu verstehen, wie Gewebe unter Hypoxie überleben und sich nach vorübergehenden Kreislaufstörungen erholen können.
Wir erinnern daran, dass Wissenschaftler während eines Experiments festgestellt haben, dass nach einer Injektion bei Mäusen etwas fehlte. Eine Schlüsselrolle spielte eine Bakterie aus dem Mikrobiom der Frösche.
Diese Entdeckungen betreffen nicht nur Meereslebewesen, sondern könnten auch die Grundlage für neue medizinische Ansätze bilden. Das Verständnis der Anpassungsmechanismen von Tintenfischen an Stressbedingungen könnte die Behandlung von Hypoxie und anderen Kreislaufstörungen beim Menschen beeinflussen. Diese Entdeckung unterstreicht die Bedeutung der Erforschung natürlicher Überlebensmechanismen bei nichtmenschlichen Wesen, die der Menschheit zugutekommen könnten.
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