EU-Einreiseverbot für russische Kämpfer gefordert: Kiews Außenminister schlägt Alarm.
Kiew fordert Einreisesperre für russische Soldaten in die EU
Nach Angaben von TSN.ua: Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat die Europäische Union und die Staaten des transatlantischen Raums aufgefordert, russischen Staatsbürgern, die am Krieg gegen die Ukraine teilnehmen, die Einreise zu verwehren. Wie Sybiha in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur „Ukrinform“ erklärte, habe die Ukraine bereits konkrete Namenslisten von Teilnehmern der sogenannten „Speziellen Militäroperation“ (SMO) an Estland übergeben.
Der Minister betonte, dass jeder Russe, der einen Vertrag mit dem Militär unterzeichne, sich der Konsequenzen bewusst sein müsse: Damit verspiele er automatisch das Recht, in europäische Länder einzureisen. Sybiha hob hervor, wie wichtig es sei, die letzten noch bestehenden rechtlichen Verbindungen zwischen der Ukraine einerseits sowie Russland, Belarus und den GUS-Staaten andererseits endgültig zu kappen.
„Die letzten rechtlichen Fäden, die uns mit Russland, Belarus und der sogenannten GUS verbinden, müssen durchtrennt werden.“ – Andrij Sybiha.
Diplomatische Isolation als Kern der Sicherheitsstrategie
Parallel zu dieser Forderung hat die ukrainische Regierung beschlossen, 116 internationale Abkommen mit Russland, Belarus und im Rahmen der GUS außer Kraft zu setzen. Diese Maßnahmen sind Teil einer umfassenden Strategie Kiews, den Aggressor international zu isolieren und die eigene nationale Sicherheit zu stärken.
Die deutlichen Worte des Außenministers unterstreichen die Entschlossenheit der Ukraine im Abwehrkampf gegen die russische Aggression. Ziel ist es, potenzielle Gefahren, die von russischen Militärangehörigen ausgehen könnten, frühzeitig zu unterbinden. Die Veröffentlichung der Teilnehmerlisten und die Kündigung der internationalen Verträge sind klare Signale für einen verschärften Sicherheitskurs und verstärkten diplomatischen Druck, den die Ukraine auf der globalen Bühne ausübt.
Dieser Schritt könnte sich als entscheidend erweisen, um die Unterstützung der Verbündeten weiter zu festigen und eine neue Sicherheitsarchitektur in der Region zu etablieren.
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