Polens Außenminister wirft Russland Einmischung in ukrainisch-polnische Beziehungen vor.

Polens Außenminister wirft Russland Einmischung in ukrainisch-polnische Beziehungen vor
Polens Außenminister wirft Russland Einmischung in ukrainisch-polnische Beziehungen vor

Moskau soll Zwist zwischen Kiew und Warschau schüren

Nach Angaben von UATV: Der polnische Chefdiplomat Radosław Sikorski hat Russland beschuldigt, mit historischen Streitpunkten und Internet-Trollen die bilateralen Beziehungen zwischen der Ukraine und Polen zu untergraben. In einem Interview mit dem Radiosender RMF FM am 10. Juli 2023 betonte er, dass Warschau vergeblich versucht habe, den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj davon zu überzeugen, die Umbenennung einer Militäreinheit rückgängig zu machen. Dieser wurde der Ehrenname „Helden der UPA“ verliehen. Sikorski erklärte wörtlich:

„Die russische Agentur versucht buchstäblich, die polnisch-ukrainischen Emotionen anzuheizen.“
Er erinnerte daran, dass seit dem 17. Jahrhundert Meinungsverschiedenheiten zwischen Polen und Ukrainern stets dem Feind genutzt hätten, und rief zur Besinnung auf.

Selenskyj hatte Ende Mai 2026 ein Dekret unterzeichnet, das die Benennung des Verbandes nach der umstrittenen Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA) vorsieht. Dies löste Debatten aus, insbesondere vor dem Hintergrund des Massakers von Wolhynien in den Jahren 1943 bis 1945. Die polnische Seite sieht darin einen neuralgischen Punkt, der von außen instrumentalisiert werden könnte.

Spannungen zwischen Warschau und Kiew

Bereits am 19. Juni 2023 hatte der polnische Vertreter Nawrocki die Rückgabe des Ordens des Weißen Adlers angekündigt; am darauffolgenden Tag sandte der ukrainische Präsident die Auszeichnung nach Warschau zurück. Diese Vorfälle verdeutlichen das schwierige Verhältnis beider Länder, das durch historische Wunden belastet ist. Vor dem Hintergrund äußerer Bedrohungen wird deutlich, wie wichtig ein offener Dialog und diplomatische Bemühungen sind, um Eskalationen zu vermeiden und die Zusammenarbeit zu festigen. Die Geschehnisse zeigen, dass politische Manöver auf Kosten der bilateralen Beziehungen gehen können, wenn historische Traumata nicht behutsam behandelt werden.


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