Syrskyj warnt: Drohnen mit Glasfaserleitung sind für Störsender immun.
FPV-Drohnen: Eine neue Herausforderung im Krieg
Nach Angaben von TSN.ua: Der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Oleksandr Syrskyj, sieht sich mit einer neuen taktischen Bedrohung konfrontiert. Die russische Armee setzt vermehrt FPV-Drohnen ein, die über Glasfaserkabel gesteuert werden. Diese sind, wie Syrskyj erklärt, gegen elektronische Störmaßnahmen (REB) geschützt und stellen damit eine wachsende Gefahr für ukrainische Stellungen dar.
Ursprünglich war der Einsatz von FPV-Drohnen eine ukrainische Innovation, doch der Gegner hat laut Syrskyj inzwischen sowohl bei der Menge als auch der Qualität dieser unbemannten Systeme aufgeholt. Russland hat nun auch den reaktiven unbemannten Flugkörper "Geran-4" im Einsatz, der Geschwindigkeiten von bis zu 500 km/h erreichen und mit einer R-60-Rakete bewaffnet ist.
Technologische Neuerungen verändern die Taktik
Der Oberbefehlshaber betonte, dass die Glasfasersteuerung weiterhin entscheidend für den Schutz der Drohnen sei, da sie nicht elektronisch gestört werden könnten. Der feindliche Einsatz dieser Drohnen erweitere die sogenannte "Kill-Zone". Gegen Drohnen mit Glasfaserleitung, so Syrskyj, helfe nur deren mechanische Zerstörung oder der Einsatz von Anti-Drohnen-Systemen und Abfangdrohnen.
„Der Einsatz von FPV-Drohnen mit Glasfaserleitung unterstreicht die Evolution der Kriegsführung, bei der technologische Innovationen zu Schlüsselelementen der Gefechtsführung werden.“ - Oleksandr Syrskyj
Angesichts dieser Verschiebungen im Kräftegleichgewicht muss die Ukraine ihre Schutz- und Abwehrmethoden anpassen, um die Risiken durch die fortschreitende Entwicklung der gegnerischen Drohnentechnologie zu minimieren. Der Wettlauf um die technologische Überlegenheit ist zu einem zentralen Faktor dieses Konflikts geworden.
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