Proteste überschatten Orbans Wahlkampfauftritt in Győr.

Proteste überschatten Orbans Wahlkampfauftritt in Győr
Proteste überschatten Orbans Wahlkampfauftritt in Győr

Ungarn: Premier Orban auf Wahlkampftour – Krawalle in Győr

Nach Angaben von TSN.ua: In Ungarn sorgt die Wahlkampftour von Ministerpräsident Viktor Orban für Spannungen. Besonders in der Stadt Győr, einer traditionellen Hochburg seiner Partei Fidesz, kam es zu einem Eklat: Zahlreiche Gegendemonstranten protestierten lautstark gegen den Premier und seine Politik. Die Parlamentswahlen sind für den 12. April angesetzt, und Fidesz kämpft um den Machterhalt.

Politische Stimmung und aktuelle Umfragewerte

Die angespannte Lage spiegelt sich auch in den Umfragen wider. Bei der Europawahl 2024 erreichte Fidesz 40,5 Prozent der Stimmen, während die aufstrebende Partei Tisza auf 36 Prozent kam. Der Abstand zwischen Tisza und Fidesz beträgt:

  • 16 Prozentpunkte in der Gesamtbevölkerung,
  • 20 Punkte bei den bereits entschlossenen Wählern,
  • 23 Punkte bei den „sicheren“ Wählern.

Während Orbans Besuch in Győr eskalierte die Situation, als Demonstranten ihrem Unmut über die Regierungspolitik Luft machten. Ein Protestteilnehmer, Peter Magyar, behauptete:

„Fidesz hat etwa hundert Schläger in die Stadt gebracht, um die Zivilbevölkerung einzuschüchtern.“

Orban konterte die Vorwürfe scharf und sagte: „Ihr unterstützt das ukrainische Visum, statt auf der Seite der Ungarn zu stehen! Ihr wollt eine ukrainophile Regierung und das Geld der Ungarn an die Ukraine verschenken!“

Die Ereignisse in Ungarn zeigen die wachsende Polarisierung zwischen den politischen Lagern. Die Proteste während des Wahlkampfs deuten darauf hin, dass die Oppositionsstimmung in der Gesellschaft zunimmt. Die Wahl am 12. April wird zu einem wichtigen Stimmungstest für Fidesz – die Partei muss sich einer immer stärkeren Konkurrenz durch Tisza und einer aktiven Protestbewegung stellen.


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