Auktionsrekord: Olympia-Silber von 1896 erzielt 142.000 US-Dollar.
Eine Medaille aus olympischer Urzeit
Nach Angaben von Novyny.live: Bei einer Auktion, die vom 7. Februar bis zum 2. März 2026 stattfand, wechselte eine Silbermedaille der allerersten Olympischen Spiele der Neuzeit für 142.000 US-Dollar den Besitzer. Diese außerordentlich seltene Auszeichnung von 1896, die bei Sammlern heiß begehrt ist, wurde damit weit über ihren Schätzpreis getrieben. Der Experte Kristian Grundtvig bringt den besonderen Wert solcher Stücke auf den Punkt:
„Solche Medaillen sind extrem selten und für Sammler olympischer Erinnerungsstücke nichts Geringeres als ein Kronjuwel.“ – Kristian Grundtvig
Entworfen wurde die Medaille vom französischen Künstler Jules-Clément Chaplain. Ihre Vorderseite zeigt ein komplexes Motiv, das die antiken Wurzeln der Spiele betont:
- Das Haupt des Göttervaters Zeus
- Einen Globus mit der Siegesgöttin Nike
- Einen Olivenzweig als Symbol des Friedens
Die Rückseite ist dem Akropolis-Hügel mit dem Parthenon-Tempel gewidmet. Historisch bedeutsam ist, dass bei diesen ersten Spielen der Moderne im Jahr 1896 nur die Sieger eine Silbermedaille erhielten, die Zweitplatzierten gingen mit Bronze nach Hause – Gold war damals noch nicht vorgesehen. Dieser Umstand macht die Medaillen dieser Spiele zu ganz besonderen Zeitzeugen.
Die Auktionshaus-Experten hatten ursprünglich mit einem Erlös von bis zu 46.000 Dollar gerechnet. Der finale Zuschlag übertraf diese Erwartung bei Weitem und unterstreicht den boomenden Markt für olympische Relikte. Der spektakuläre Verkaufserfolg signalisiert einen anhaltenden Trend: Historische Sportartefakte, insbesondere aus der Gründungszeit der modernen Olympischen Bewegung, werden von Sammlern zunehmend als wertvolle Kulturgüter geschätzt. Dies könnte künftige Auktionen ähnlicher Objekte beflügeln und die Preise für diese seltenen Stücke weiter in die Höhe treiben.
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