Die USA haben in der EU Lobbyarbeit geleistet, um die Kreditvergabe an die Ukraine aus russischen Vermögenswerten zu blockieren: die Argumente Washingtons.

Die USA haben in der EU Lobbyarbeit geleistet, um die Kreditvergabe an die Ukraine aus russischen Vermögenswerten zu blockieren: die Argumente Washingtons
Die USA haben in der EU Lobbyarbeit geleistet, um die Kreditvergabe an die Ukraine aus russischen Vermögenswerten zu blockieren: die Argumente Washingtons

Nach Angaben von ТСН: Die Vereinigten Staaten arbeiten aktiv daran, die Europäische Union (EU) davon zu überzeugen, auf die Verwendung gefrorener Vermögenswerte der russischen Zentralbank für ein erhebliches Darlehen an die Ukraine zu verzichten. Amerikanische Beamte sind der Meinung, dass diese Vermögenswerte für Friedensverhandlungen zwischen Kiew und Moskau reserviert bleiben sollten und nicht genutzt werden sollten, um den Konflikt weiter anzufeuern, wie europäische Diplomaten berichten.

US-Argument: Vermögenswerte als Hebel für den Frieden

Laut anonymen Quellen sind sich die US-Vertreter sicher, dass diese Vermögenswerte entscheidend für einen potenziellen Friedensvertrag sein könnten und deren Verwendung zur Finanzierung der Ukraine nur den Krieg verlängern würde. Die Gespräche finden in einer schwierigen Zeit für die Ukraine statt, in der Kiew Druck von den USA auf einen möglichen Abschluss eines nachteiligen Abkommens mit Russland verspürt. Angesichts der Kürzungen der amerikanischen Hilfe liegt die finanzielle Hauptlast nun auf Europa.

  • EU-Vorschlag: Kürzlich schlug die EU vor, gefrorene Vermögenswerte zur Beschaffung eines Darlehens in Höhe von 90 Milliarden Euro (105 Milliarden Dollar) zur Finanzierung der wirtschaftlichen und militärischen Bedürfnisse der Ukraine in den nächsten zwei Jahren zu nutzen.

  • Gefrorenes Geld: Insgesamt gibt es in der EU etwa 210 Milliarden Euro gefrorene russische Vermögenswerte.

  • „Friedensplan“ der USA: Washington erwägt auch die Möglichkeit, russische Vermögenswerte in den Verhandlungen mit Moskau zur Finanzierung des Wiederaufbaus nach dem Krieg zu nutzen. Diese Frage bleibt umstritten, zusammen mit dem Status der ukrainischen Territorien und Sicherheitsgarantien für die Ukraine.

Europa widersetzt sich dem Druck

Die europäischen Führungspersönlichkeiten betonen, dass die Frage der Verwendung russischer Vermögenswerte ausschließlich ihnen zusteht, da der Großteil von ihnen in Europa aufbewahrt wird. Der deutsche Kanzler Friedrich Merz, der diese Initiative unterstützt, erklärte:

„Es gibt überhaupt keine Möglichkeit, die Mittel, die wir mobilisieren, den Vereinigten Staaten zu überlassen. Die amerikanische Regierung weiß das, und das ist auch die Verhandlungsposition der deutschen Regierung... Das ist auch der Konsens auf europäischer Ebene. Zu diesem Punkt gibt es absolut keine Meinungsverschiedenheiten. Dieses Geld muss nach der Ukraine fließen – es muss der Ukraine helfen“.

Merz plant, Brüssel zu besuchen, um mit dem belgischen Premierminister Bart De Wever und der Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen zu verhandeln, um Belgien davon zu überzeugen, den EU-Plan zu unterstützen.

Innere Opposition und Darlehensmechanismus

Neben dem Druck von den USA sieht sich die EU auch mit innerer Opposition konfrontiert, insbesondere aus Belgien, wo der Großteil der gefrorenen Mittel aufbewahrt wird. Belgien fordert Garantien, um mögliche rechtliche Folgen zu vermeiden, wenn Russland die Verfahren zur Rückforderung der Vermögenswerte gewinnt.

  • EU-Darlehensbedingungen: Gemäß dem Vorschlag wird das Darlehen durch das Budget des Blocks oder durch bilaterale Garantien der Mitgliedstaaten abgesichert. Die Vermögenswerte bleiben eingefroren, und Kiew müsste das Darlehen nur zurückzahlen, wenn Russland zustimmt, die Wiederherstellung des Landes zu finanzieren und die erlittenen Schäden zu kompensieren.

  • Andere Gegner: Die Pläne werden auch von Ungarn nicht unterstützt, während die Slowakei erklärt hat, dass sie die Vorschläge zur militärischen Hilfe für die Ukraine nicht unterstützen wird.

  • Verfahren: Für die Genehmigung des Vorschlags ist lediglich eine qualifizierte Mehrheit der Mitgliedstaaten erforderlich.

Es ist zu beachten, dass die Europäische Kommission lange Zeit vorgeschlagen hat, der Ukraine 140 Milliarden Euro aus gefrorenen Vermögenswerten zu leihen, jedoch steht Belgien dieser Initiative entgegen. Belgien hat den größten Anteil an russischen Vermögenswerten in der EU, die in der Finanzdepot Euroclear aufbewahrt werden, und befürchtet mögliche rechtliche Ansprüche von Russland. Daher fordert es andere EU-Länder auf, Garantien für dieses Darlehen zu geben.

Diese Situation hebt die Komplexität des Gleichgewichts zwischen den dringenden Bedürfnissen der Ukraine und den rechtlichen sowie finanziellen Risiken hervor, mit denen sich europäische Länder konfrontiert sehen. Eine wichtige Entscheidung über die Verwendung gefrorener Vermögenswerte könnte langfristige Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen der EU und Russland sowie auf den Wiederaufbau der Ukraine in der Zukunft haben.


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