Die USA haben Sanktionen gegen den ehemaligen EU-Kommissar wegen der Zensur amerikanischer Meinungen verhängt.
Nach Angaben von ТСН: Das US-Außenministerium hat Visumsanktionen gegen einen ehemaligen hochrangigen Beamten der Europäischen Union und die Leiter von Organisationen, die gegen Desinformation kämpfen, verhängt. Washington beschuldigt sie der 'Zensur amerikanischer Meinungen'.
Sanktionen und ihre Folgen
Laut dem US-Außenminister Marco Rubio haben fünf Personen 'organisierte Bemühungen geleitet, Druck auf amerikanische digitale Plattformen auszuüben, um Meinungen, die ihnen nicht gefallen, zu zensieren, zu monetarisieren und zu unterdrücken'. Die verhängten Sanktionen verbieten die Einreise in die USA, und in einigen Fällen kann sogar eine Abschiebung möglich sein.
Zu den Personen, gegen die Sanktionen verhängt wurden, gehört Thierry Breton, ein ehemaliger EU-Kommissar, der an der Ausarbeitung des EU-Gesetzes über digitale Dienste (Digital Services Act, DSA) beteiligt war. Dieses Gesetz verpflichtet große Technologieplattformen, gegen illegale und schädliche Inhalte vorzugehen.
Auch Vertreter der deutschen Organisation HateAid, die sich auf die Bekämpfung von Hassrede und Desinformation im Internet spezialisiert hat, sind von den Sanktionen betroffen.
Die Position der USA und die Reaktion
Das Außenministerium betonte, dass die Handlungen der Personen, die unter die Sanktionen fallen, 'ernsthaft negative Auswirkungen auf die Außenpolitik der USA haben können'. Rubio bezeichnete sie als 'Agenten des globalen Zensurkomplexes' und bemerkte, dass die Liste erweitert werden könnte, wenn 'andere ausländische Akteure ihren Kurs nicht ändern'.
Zuvor hatte die Regierung von Donald Trump oft europäische Länder wegen übermäßiger Einschränkungen der Meinungsfreiheit beschuldigt. Im Februar bemerkte der Vizepräsident J. D. Vance während der Münchener Sicherheitskonferenz, dass europäische Führer 'auf soziale Netzwerke Druck ausüben, unter dem Vorwand, gegen Desinformation zu kämpfen'.
Als Reaktion auf die Sanktionen bezeichneten die betroffenen Organisationen diese Maßnahmen der USA als 'Angriff auf die Meinungsfreiheit' und äußerten ihre Sicht über die politische Motivation dieser Entscheidung.
Diese Sanktionen unterstreichen die Spannungen zwischen den USA und Europa in Fragen der Meinungsfreiheit und dem Kampf gegen Desinformation. In Anbetracht dieser Ereignisse ist es wichtig, die weitere Reaktion europäischer Regierungen und Organisationen zu beobachten, da dies die Entwicklung internationaler Beziehungen in den kommenden Monaten beeinflussen wird. Die Situation bleibt dynamisch und wird voraussichtlich das politische Klima sowohl in den USA als auch in der EU beeinflussen.
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