Geistlicher entkräftet Aberglauben: Patenamt ablehnen ist keine Sünde.
Stellungnahme von Pater Oleksiy Filyuk
Nach Angaben von TSN.ua: Der Priester Oleksiy Filyuk aus der Region Ternopil hat sich zu dem weit verbreiteten Aberglauben geäußert, dass die Ablehnung einer Patenbitte eine Sünde sei. In einem Beitrag auf Instagram stellte er klar, dass man diese Rolle ohne Schuldgefühle ablehnen kann. Er verwies auf den alten Volksglauben, wonach man sich mit einer Absage angeblich von Christus lossage.
Filyuk widersprach dieser Ansicht entschieden. Er betonte, dass niemand zu diesem verantwortungsvollen Amt gedrängt werden sollte, wenn er es nicht freiwillig übernehmen möchte.
„Natürlich kann man ablehnen. Aber wenn jemand nicht Pate oder Patin sein will, warum sollte man ihn dann dazu zwingen?“, so der Geistliche.
Die Freiheit der persönlichen Entscheidung
Der Priester fügte hinzu, dass ein Leben nach den Geboten Gottes nicht durch die Ablehnung eines Patenamtes infrage gestellt werde.
„Man kann Nein sagen, darin liegt keine Sünde“, fasste Oleksiy Filyuk zusammen.Seine Aussagen unterstreichen den Wert der persönlichen Entscheidungsfreiheit in Glaubensfragen und räumen mit hartnäckigen Irrglauben auf. Solche klaren Worte aus kirchlichem Mund können helfen, überkommene Ängste und sozialen Druck abzubauen.
Diese Position eines Geistlichen hat das Potenzial, die gesellschaftliche Debatte über traditionelle religiöse Pflichten zu beeinflussen. Sie eröffnet einen Raum für Diskussionen über die Balance zwischen Tradition und individueller Glaubensüberzeugung. Damit wird ein Schritt hin zu mehr Selbstbestimmung in der religiösen Praxis ermöglicht, was den Druck auf jene verringern kann, die aus persönlichen Gründen bestimmte Verpflichtungen nicht eingehen möchten.
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