Britische Militäraktion im Ärmelkanal: Mehrere Tanker drehen nach Irland ab.
Neue Routen für Öltanker nach britischem Zugriff
Nach Angaben von Espreso.tv: Nachdem die britische Marine in der Nacht zum 14. Juni den Tanker „Smyrtos“ aufgebracht und vor der Südküste Englands festgesetzt hatte, änderten drei weitere Schiffe abrupt ihren Kurs. Die unter der Flagge Kameruns fahrende „Lion I“, die ebenfalls unter Sierra-Leone-Flagge operierenden Tanker „C Viking“ und „Sona“ steuern nun auf Irland zu. Dies geschah unmittelbar nach dem militärischen Eingreifen im Ärmelkanal.
Der Tanker „Lion I“ war 2025 noch am Export russischen Öls aus dem Hafen Primorsk beteiligt gewesen. Er drehte noch vor der Einfahrt in den Ärmelkanal in Richtung Irland ab. Das Schiff steht derzeit auf den Sanktionslisten der EU, Großbritanniens, der Schweiz, Kanadas und der Ukraine. Auch die „C Viking“, die ihre Route im Nordatlantik in Richtung Irland änderte, transportierte zuvor russisches Öl. Dabei schaltete sie wiederholt das automatische Identifikationssystem (AIS) ab und lief den Hafen Kamyj-Burun auf der besetzten Krim an. Wie die „Lion I“ ist auch die „C Viking“ mit Sanktionen Großbritanniens, der EU, Kanadas, Australiens, der Schweiz, der Ukraine und Neuseelands belegt.
Britische Militäroperationen gegen die Schattenflotte
Premierminister Keir Starmer hatte den Streitkräften den Befehl erteilt, den Tanker der russischen Schattenflotte zu stellen. Er erklärte:
„Diese erfolgreiche Operation versetzt Russland einen weiteren Schlag.“— Keir Starmer. Die Vorfälle zeigen, dass die britische Marine weiterhin gegen Verstöße gegen internationale Seerechtsnormen vorgeht.
Die Kursänderungen der an Russlands Öltransporten beteiligten Tanker verdeutlichen, wie die internationale Gemeinschaft ihre Bemühungen verstärkt, Sanktionsumgehungen zu unterbinden. Die britischen Streitkräfte setzen den Regierungsbefehl um und behalten die Kontrolle über die Seewege. Dies könnte auch jene Länder beeinflussen, die Russland unter den aktuellen Sanktionen unterstützen. Solche Einsätze haben das Potenzial, die Dynamik auf dem Ölmarkt zu verändern, da viele Staaten ihre Abhängigkeit von russischen Energiequellen verringern wollen.
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