Hinter dem Erfolg von „Trukha“: Wer wirklich den bekannten Telegram-Kanal kontrolliert.
Einordnung von Ihor Rozkladai zum Telegram-Kanal „Trukha“
Nach Angaben von Espreso.tv: Ihor Rozkladai, stellvertretender Direktor des Zentrums für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, äußerte sich kritisch zum Kanal „Trukha“. Er betonte, dass der Kanal im Jahr 2023 den Status eines Online-Mediums beantragte, nachdem er zuvor enorme Popularität erlangt hatte. Rozkladai wies darauf hin, wie wichtig es sei, die Herkunft und Finanzierung von Informationsquellen zu durchschauen, da Nutzer häufig Manipulationen ausgesetzt seien. Gerade in Zeiten von Desinformation sei es entscheidend, hinter die Kulissen zu blicken.
Die Eigentümerfrage des Telegram-Kanals „Trukha“ wurde besonders brisant, nachdem der Berater des Verteidigungsministers, Serhij Sternenko, am 17. Juni 2023 Stellung bezog. Er gab bekannt, dass der neue Eigentümer des Kanals ein Kryptounternehmer aus Charkiw sei, der möglicherweise einen russischen Pass besitze. In Medienberichten wird zudem Seyer Kurschutowa als weitere potenzielle Käuferin von „Trukha“ genannt, die von 2021 bis 2024 auf der Sanktionsliste des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine (RNBO) stand.
Die Relevanz von Medienkompetenz
Rozkladai stellte fest: „Trukha hat einfach eine sehr große Leserschaft“, was die Bedeutung des Kanals in der Informationslandschaft unterstreicht. Angesichts dieser Entwicklungen sei es umso wichtiger, die Quellen von Nachrichten genau zu prüfen, um Manipulation und Falschinformation zu vermeiden.
Der Fall zeigt deutlich, wie essenziell Medienkompetenz für die breite Öffentlichkeit ist – besonders dann, wenn Nachrichtenkanäle von Personen mit fragwürdigem Hintergrund beeinflusst oder kontrolliert werden könnten. Angesichts möglicher Informationsmanipulationen sollten die Menschen wachsam gegenüber den Quellen ihrer Nachrichten und deren finanziellen Verflechtungen sein. Nur so lässt sich die Verbreitung von Desinformation wirksam eindämmen.
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