Hitzewelle in Großbritannien: „Harry-Potter-Zug“ muss seinen Dienst einstellen.
Dampfloks außer Betrieb: Wie die Hitze den Touristenverkehr lahmlegt
Nach Angaben von Tourism.d.ua — Туризм: Wegen extremer Temperaturen und erhöhter Waldbrandgefahr hat die britische Bahninfrastrukturgesellschaft Network Rail den Betrieb von historischen Dampflokomotiven vorübergehend gestoppt. Auslöser war ein Vorfall in der Grafschaft Cheshire, bei dem Funken einer Dampflok beinahe ein Feuer ausgelöst hätten. Das Verbot gilt landesweit, da die anhaltende Hitze und Trockenheit die Brandgefahr massiv steigen lassen.
Involviert war ein Zug der Firma West Coast Railway, der als „Harry-Potter-Zug“ berühmt ist. Die Folgen waren weitreichend: 72 Fahrten auf der Hauptstrecke West Coast Main Line fielen aus, 158 weitere Züge verspäteten sich. In einigen Regionen Großbritanniens kletterte das Thermometer auf 37 Grad – ein Wert, der das Risiko von Flächenbränden enorm erhöht.
Ein Sprecher von Network Rail erklärte: „Die anhaltenden Phasen mit heißem und trockenem Wetter haben die Waldbrandgefahr im ganzen Land verschärft.“
Mit diesem Schritt will der Betreiber die Sicherheit der Fahrgäste gewährleisten und mögliche Brände verhindern, die durch die Dampfloks ausgelöst werden könnten. Es ist eine Vorsichtsmaßnahme, die sowohl dem Umweltschutz als auch dem Passagierschutz dient – und die zeigt, wie extrem die Wetterlage ist.
Klimawandel als neue Herausforderung für die Bahn
Der Fall macht deutlich, wie sehr der Klimawandel die Verkehrsinfrastruktur fordert. Mit zunehmenden Hitzewellen und extremen Wetterereignissen könnten solche Einschränkungen künftig häufiger nötig werden. Die Wiederaufnahme des Dampflokbetriebs hängt nun davon ab, ob die Wetterbedingungen sich abkühlen und die Brandgefahr sinkt.
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