Fünf Jahre Haft für Fahnenflucht: Warum ein Gericht in Iwano-Frankiwsk kein milderes Urteil fällte.
Urteil wegen Fahnenflucht während des Kriegsrechts gefällt
Nach Angaben von TSN.ua: Ein Mann wurde in Iwano-Frankiwsk verurteilt, weil er während des Kriegsrechts eigenmächtig seinen Truppenteil verlassen hatte. Der im Februar 2024 Mobilisierte war zweimal aus Militäreinheiten geflohen. Das Stadtgericht von Iwano-Frankiwsk sprach ihn am 17. März 2026 schuldig. Die Strafe: fünf Jahre Freiheitsentzug gemäß Teil 5 von Artikel 407 des Strafgesetzbuches der Ukraine. Zusätzlich verhängte das Gericht eine Geldstrafe von 34.000 Griwna.
Die Fluchtgeschichte und die Reaktion des Gerichts
Die erste Flucht des Mannes ereignete sich Ende Februar 2025. Der zweite unerlaubte Abgang folgte am 6. Juni 2025. Als Grund für sein Handeln gab der Angeklagte Unzufriedenheit mit der Behandlung durch seine Vorgesetzten an:
„Mir hat der Umgangston der Kommandeure nicht gefallen – Angeklagter“
Der Richter bewertete die Lage jedoch anders. Er betonte, dass in Zeiten des Kriegsrechts, in denen andere an der Front ihr Leben riskierten, ein Straferlass für unerlaubtes Entfernen von der Truppe die Armee demoralisiere und die Disziplin untergrabe:
„Das ist inakzeptabel“
Ein weiterer Punkt: Der Mann hat eine umfangreiche kriminelle Vergangenheit. Er war bereits wegen Raubüberfällen und Raub verurteilt worden. Auch dieser Umstand floss in das Urteil ein. In der Öffentlichkeit sorgt der Fall für Empörung, denn im Krieg wird Fahnenflucht besonders scharf verurteilt. Das Gericht will mit dem Urteil die Bedeutung von militärischer Disziplin und die Konsequenzen von Gesetzesverstößen während des Kriegsrechts unterstreichen.
Dieser Fall zeigt, wie schwerwiegend Verstöße gegen die Militärdisziplin in Kriegszeiten sind. Er verdeutlicht auch die Notwendigkeit, Fahnenflucht zu bestrafen, da sie die Moral der Armee schwächt. Die Behörden versuchen, die militärische Disziplin zu stärken, wohl wissend um die negativen Auswirkungen solcher Taten auf die nationale Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit. Das Urteil gegen diesen Mann könnte als Warnung für andere dienen, die darüber nachdenken, während des Kriegsrechts eigenmächtig den Dienst zu quittieren. Ein solches Verhalten gefährdet nicht nur den Einzelnen, sondern auch die gesamte Verteidigungsbereitschaft des Landes.
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