Schneeballwürfe auf Gefallenenporträts: Empörung in Chmelnyzkyj.
Vandalismus an der Allee des Ruhms
Nach Angaben von TSN.ua: In der ukrainischen Stadt Chmelnyzkyj kam es am 26. Januar 2023 zu einem schockierenden Vorfall. Unbekannte warfen Schneebälle auf die Porträts gefallener Soldaten, die an der Allee des Ruhms ausgestellt sind. Diese respektlose Tat löste bei der Familie des getöteten Soldaten Wiktor Wenger, insbesondere bei seiner Tochter Chrystyna Schtsch erbanjuk, tiefe Empörung aus. Sie war selbst Zeugin, wie die Schneebälle direkt auf die Bilder der im Dienst gestorbenen Militärangehörigen flogen.
Das Vermächtnis von Wiktor Wenger
Wiktor Wenger wurde am 12. Februar 1970 im Dorf Masiwzi im Rajon Chmelnyzkyj geboren. Er fiel am 16. Dezember 2022 in der Nähe der Siedlung Spirne im Rajon Bachmut der Oblast Donezk. Für seinen Mut und seine Tapferkeit wurde er posthum mit dem Orden "Für Mut" III. Klasse ausgezeichnet. Solche Ehrungen unterstreichen die Bedeutung des Gedenkens an die Gefallenen.
Chrystyna Schtsch erbanjuk schilderte ihre Eindrücke von dem Vorfall:
'Ich sah, wie Schneebälle direkt auf die Porträts flogen.' — Chrystyna Schtsch erbanjuk
Sie berichtete weiter, dass die jungen Männer, die die Schneebälle warfen, nur lachten und sie ignorierten, als sie sie ansprach. Dieses Verhalten löste in der Familie des Gefallenen große Bestürzung aus. Der Großvater von Chrystyna beobachtete die Szene und fragte die Jugendlichen: 'Was macht ihr da, habt ihr denn niemanden verloren?'
Die Allee des Ruhms in Chmelnyzkyj dient dem Gedenken an gefallene Soldaten, darunter auch Kämpfer der 10. separaten Gebirgssturmbrigade "Edelweiß" der Streitkräfte der Ukraine. Der Vorfall zeigt, wie zerbrechlich die Würde solcher Erinnerungsorte sein kann. Er wirft grundlegende Fragen zum Umgang mit dem Kriegsgedenken in der Gesellschaft auf.
Der Fall hat in der Öffentlichkeit breite Betroffenheit ausgelöst. Solche Akte des Vandalismus verletzen nicht nur die moralischen Grundwerte, sondern fügen den trauernden Familien zusätzlichen Schmerz zu. Sie offenbaren mitunter ein mangelndes Bewusstsein für die Opfer, die für die Verteidigung des Landes gebracht wurden. Es ist entscheidend, dass solche respektlosen Handlungen nicht unbeachtet bleiben, da sie das Gedenken an diejenigen schänden, die ihr Leben für die Freiheit der Ukraine gaben.
Lesen Sie auch
- Schulen in Henitschesk als Druckmittel: Besatzer zwingen Eltern zu Zahlungen an Russlands Armee
- Militärbehörden dürfen jetzt Wehrpflichtige zur Fahndung ausschreiben: Wer betroffen ist
- Neue Dokumentarerzählung über die Schlacht um Robotyne: 200 gefallene Namen festgehalten
- Finanzhilfe für Vertriebene: Welche Ukrainer Anspruch auf Unterstützung haben
- Frist naht sich: Ukrainer können rückwirkende Wohnbeihilfen beantragen
- Berechtigte ukrainische Senioren könnten eine zusätzliche Rentenaufstockung von 800 Hryvnia erhalten

