Im Ozean wurde der erste warmblütige Fisch entdeckt: wie er überlebt.

Im Ozean wurde der erste warmblütige Fisch entdeckt: wie er überlebt
Im Ozean wurde der erste warmblütige Fisch entdeckt: wie er überlebt

Nach Angaben von ТСН: Der Mondfisch, oder Opah, ist ein außergewöhnlicher Vertreter der Meeresfauna. Eine Studie aus dem Jahr 2015 hat gezeigt, dass dieser Fisch in der Lage ist, die Körpertemperatur um etwa 5 °C über der Temperatur des umgebenden Wassers zu halten. Dies ist der erste und bisher einzige dokumentierte Fall vollständiger Warmblütigkeit bei Fischen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Arten, die von der Wassertemperatur abhängig sind, kann der Opah warmes Blut im gesamten Körper zirkulieren lassen, wie es Säugetiere tun. Beobachtungen bestätigen, dass die erhöhte Temperatur nicht nur in den Muskeln, sondern auch in lebenswichtigen Organen wie dem Herzen erhalten bleibt. Und diese Wärme ist nicht nur durch die Bewegung des Fisches bedingt.

Anatomie der Kiemen als Schlüssel zur Warmblütigkeit

Der Schlüssel zu diesem Phänomen liegt laut den Forschern in der Anatomie der Kiemen. Der Mondfisch hat ein spezielles Netzwerk von Blutgefäßen, das den Effekt des gegenläufigen Wärmeübergangs ermöglicht. Das warme Blut, das aus dem Körper austritt, erwärmt das kalte Blut, das nach dem Kontakt mit kaltem Wasser zu den Kiemen zurückkehrt, was den Wärmeverlust während des Gasaustauschs erheblich verringert.

Der Biologe Nicolas Wegner vom Südwesten Wissenschaftszentrum für Fischerei der NOAA weist darauf hin, dass eine solche Struktur in den Kiemen von Fischen zuvor nicht beobachtet wurde. Seinen Worten zufolge gibt dieser evolutionäre Mechanismus dem Mondfisch einen erheblichen Vorteil in tiefen Gewässern.

Vorteile der Warmblütigkeit

Die Erhaltung eines konstant warmen Blutes ermöglicht es dem Opah, aktiver zu sein als andere Bewohner kalter Tiefen. Studien haben gezeigt, dass der Fisch schneller schwimmen, besser sehen und effizienter jagen kann. Dies ermöglicht es ihm, bewegliche Beute wie Tintenfische zu jagen und weite Migrationen durchzuführen.

Wissenschaftler betonen auch, dass andere Fische teilweise Wärme erzeugen können, meist in den Muskeln während der aktiven Bewegung. Dennoch zeigt keine der bekannten Arten eine so vollständige Endothermie des gesamten Körpers wie der Mondfisch.

Moderne Entdeckungen

Weitere Forschungen haben eine weitere wichtige Einzelheit festgestellt. Im Jahr 2018 fanden Wissenschaftler heraus, dass Mondfische nicht nur eine Art sind, wie zuvor angenommen, sondern mindestens fünf verschiedene Arten. Bis heute wurde vollständige Warmblütigkeit nur bei Lampris guttatus bestätigt.

Darüber hinaus haben brasilianische Forscher ein ungewöhnliches Phänomen dokumentiert – einen völlig weißen Titi-Affen mit roten Augen, was lebhafte Diskussionen in der wissenschaftlichen Gemeinschaft auslöste, da dies erst der dritte bestätigte Fall von Albinismus unter den Primaten des Landes ist.

Solche Entdeckungen über den Mondfisch erweitern unser Verständnis von Evolution und Biologie der Fische. Die Untersuchung ihrer Anpassungen an das Leben in kalten Tiefen kann wichtige Hinweise auf das Studium anderer lebender Organismen und deren Überlebensmechanismen unter extremen Bedingungen geben.


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