Versteckter Rohbau unter Kiew: Was aus der nie eröffneten Metrostation wurde.
Die unvollendete Metrostation ‚Sahorivska‘
Nach Angaben von Novyny.live: Mitten in Kiew verbirgt sich ein unfertiges Bauwerk der Metro: die Station ‚Sahorivska‘ (ehemals ‚Herzen‘). Sie liegt auf der Strecke zwischen den Haltestellen ‚Dorohoschytschi‘ und ‚Lukjaniwska‘. Mit dem Bau wurde Mitte der 1990er Jahre begonnen, also nach dem Zerfall der Sowjetunion. Eigentlich sollte die Station zeitgleich mit ‚Dorohoschytschi‘ eröffnet werden. Doch die schwere Wirtschaftskrise, die damals das Land erfasste, ließ das Vorhaben scheitern.
Bis heute wurde die ‚Sahorivska‘ nicht fertiggestellt. Sie besitzt weder ein Empfangsgebäude noch eine Personenhalle. Stattdessen befindet sich an ihrer Stelle lediglich ein Belüftungsschacht. Im Tunnel selbst gibt es nur eine metallene Plattform und einige technische Einrichtungen. Diese Plattform dient ausschließlich als Notausstieg und für betriebliche Zwecke der U-Bahn-Mitarbeiter. Ein regulärer Fahrgastbetrieb ist hier nicht möglich.
Hürden und Perspektiven
Der unfertige Bahnhof gehört zur Syrezko-Petscherska-Linie des Kiewer Metrosystems. Er ist ein sichtbares Zeugnis der Schwierigkeiten, mit denen die Infrastruktur der ukrainischen Hauptstadt nach dem Ende der Sowjetunion zu kämpfen hatte. Die Station könnte den Nahverkehr in Kiew spürbar entlasten, doch ihre Fertigstellung bleibt eine offene Baustelle.
Würde der Bau der ‚Sahorivska‘ abgeschlossen, wäre das ein bedeutender Fortschritt für das Verkehrsnetz der Stadt. Kiew leidet unter stetig wachsender Bevölkerungszahl und zunehmendem Autoverkehr. Ein neuer U-Bahn-Halt könnte die Anbindung öffentlicher Verkehrsmittel für Bewohner entlegenerer Stadtteile verbessern. Daher steht das Projekt nicht nur bei den Stadtbehörden, sondern auch in der Öffentlichkeit immer wieder auf der Agenda – viele Bürger fordern eine Verbesserung des Nahverkehrssystems.
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