Mann in Łódź grundlos attackiert: Täter hielt ihn fälschlich für einen Ukrainer – Polizei fahndet.

Mann in Łódź grundlos attackiert: Täter hielt ihn fälschlich für einen Ukrainer – Polizei fahndet
Mann in Łódź grundlos attackiert: Täter hielt ihn fälschlich für einen Ukrainer – Polizei fahndet

Gewalttat in Łódź: Opfer wegen Irrtums verprügelt

Nach Angaben von Espreso.tv: Am 11. Juli wurde in Łódź ein Mann Opfer eines Angriffs: Ein Unbekannter schlug ihn zweimal gegen den Kopf, weil er ihn irrtümlich für einen Ukrainer hielt. Der Vorfall ereignete sich gegen 14:00 Uhr auf der Allee Piłsudskiego im Stadtteil Stary Widzew. Durch die Schläge erlitt das Opfer Verletzungen an Nase und Kiefer. Noch am Tatort musste der Mann ins Krankenhaus eingeliefert werden; einen Tag später erstattete er Anzeige bei der Polizei.

Ermittlungen und gesellschaftlicher Hintergrund

Die Polizei hat die Auswertung von Überwachungskameras eingeleitet, um den Täter zu identifizieren. Polizeisprecher Maksymilian Jasiak erklärte:

„Wir fahnden nach dem Angreifer. Erst nach seiner Festnahme und Vernehmung können wir das Motiv klären und Anklage erheben.“ – Maksymilian Jasiak

Dieser Fall reiht sich in eine Serie von Übergriffen auf Ukrainer in Polen ein. So wurde in Bielsko-Biała ein Mann festgenommen, weil er drei ukrainische Mädchen verbal beleidigt hatte, und in Poznań griff die Polizei zwei Männer auf, die versuchten, in ein Büro eines ukrainischen Unternehmens einzudringen. Der polnische Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz verurteilte die anti-ukrainische Rhetorik polnischer Politiker scharf und bezeichnete solche Taten als inakzeptabel und empörend.

Die zunehmende Häufigkeit solcher Vorfälle in Polen zeigt, wie politische Aussagen und soziale Spannungen Feindseligkeit schüren können. Die Behörden sind gefordert, weitere Angriffe zu verhindern und die Sicherheit aller Bürger unabhängig von ihrer Herkunft zu gewährleisten. Der Vorfall könnte zudem das gesellschaftliche Klima gegenüber Ukrainern belasten, die in großer Zahl vor dem Krieg in ihrer Heimat nach Polen geflohen sind.


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