Vier Rettungswagen jüdischer Ambulanz in London angezündet – Fahndung nach drei Tatverdächtigen läuft.

Vier Rettungswagen jüdischer Ambulanz in London angezündet – Fahndung nach drei Tatverdächtigen läuft
Vier Rettungswagen jüdischer Ambulanz in London angezündet – Fahndung nach drei Tatverdächtigen läuft

Brandanschlag im Londoner Stadtteil Golders Green

Nach Angaben von TSN.ua: In der Nacht zum 23. März wurden vier Rettungsfahrzeuge des jüdischen Ambulanzdienstes „Hatzala“ im Londoner Stadtteil Golders Green in Brand gesteckt. Die Polizei wertet die Tat als antisemitisch motivierten Anschlag und fahndet derzeit nach drei Verdächtigen. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr trafen gegen 01:40 Uhr Greenwich Mean Time am Tatort ein und konnten die Flammen bis 03:06 Uhr löschen.

Durch die Explosion mehrerer Sauerstoffflaschen, die in den Fahrzeugen gelagert waren, wurden Fenster eines angrenzenden Wohnhauses zerstört. Verletzte gab es nach bisherigem Stand nicht. Der Vorfall hat in der jüdischen Gemeinde und der Nachbarschaft große Bestürzung ausgelöst.

Ermittlungen und Hintergründe

Die Organisation „Hatzala“ ist seit 1979 im Stadtteil Golders Green aktiv und bietet der jüdischen Gemeinschaft medizinische Notfallhilfe und Unterstützung. Zu dem Brandanschlag erklärte Polizeisprecherin Sarah Jackson:

„Wir fahnden nach drei Tatverdächtigen.“

Der Fall reiht sich in eine Serie von Übergriffen auf jüdische Einrichtungen ein. Erst am 12. März hatte der 41-jährige Ayman Mohamad Ghazali im US-Bundesstaat Michigan ein Auto in die Synagoge „Temple Israel“ gesteuert. Diese Vorfälle verdeutlichen die wachsende Spannung und die Herausforderungen, denen jüdische Gemeinschaften in verschiedenen Ländern gegenüberstehen. Die Ermittlungen zu beiden Taten laufen noch.

Der Anschlag in London unterstreicht die ernsten Probleme des Antisemitismus in der heutigen Gesellschaft. Solche Taten – wie der Brandanschlag auf Rettungswagen oder Angriffe auf Synagogen – zeigen eine zunehmende Feindseligkeit und die Gefahren, mit denen jüdische Gemeinden weltweit konfrontiert sind. Die Reaktion der Polizei und der Öffentlichkeit auf diese Hassverbrechen könnte ein entscheidender Faktor im Kampf gegen Diskriminierung und Gewalt aus Hass sein.


Lesen Sie auch

Werbung