In Lwiw wurde einem Kind eine Nadel aus dem Muskel gezogen: wie ein Insektenstich zu einer gefährlichen Verletzung wurde.
Die Situation mit dem 13-jährigen Mädchen aus Lwiw
Nach Angaben von ТСН: Im Körper eines 13-jährigen Mädchens aus Lwiw fanden die Ärzte eine tief eingedrungene Nadel, die ihre Familie zunächst für einen Insektenstich hielt. Der Fremdkörper war etwa eine Woche in den Muskeln des Kindes und hätte ernsthafte Komplikationen hervorrufen können.
Der Vorfall ereignete sich mit der 13-jährigen Angelina aus der Stadt Dublyany. Am Tag zuvor nähte das Mädchen ein Neujahrsdekor für die Schule und ließ die Nadeln auf dem Tisch liegen. Am Morgen, während sie sich im Halbdunkel auf den Unterricht vorbereitete, spürte sie einen stechenden Schmerz im Arm. Die Eltern, die die Schmerzstelle untersuchten, bemerkten nur einen kleinen Fleck auf der Haut und dachten, es sei ein Insektenstich.
Nach einigen Tagen bildete sich an der Stelle des „Stiches“ ein schmerzhafter Knoten, und der Schmerz im Arm wurde so stark, dass das Kind ihn nicht mehr beugen konnte. Nach einem Besuch im Krankenhaus vermuteten die Fachleute das Vorhandensein eines Fremdkörpers und überwiesen die Patientin zu einer Ultraschalluntersuchung.
„Bei der ersten Untersuchung fanden wir eine Verdickung, von der der Schmerz in die Gewebe tiefer ausstrahlte, was uns beunruhigte. Das Ultraschall bestätigte das Vorhandensein eines Fremdkörpers. Solche Fälle kommen vor, aber normalerweise wissen die Patienten, was passiert ist. Wenn jedoch niemand den Verdacht auf einen Fremdkörper hat, ist es sehr selten“, erzählte die Kinderchirurgin Bohdana Li.
Bei der weiteren röntgenologischen Untersuchung zeigte sich, dass die Nadel unter einem Winkel von 45 Grad in das Weichgewebe eingedrungen war und tief im Muskelgewebe stecken geblieben war. Die Ärzte wiesen darauf hin, dass der metallische Gegenstand bei weiterer Migration den Blutgefäßen oder Nervenenden schaden könnte.
Bei der Operation verwendeten die Chirurgen eine Röntgen-Navigation, die es ermöglichte, den Standort der Nadel genau zu bestimmen und sie entlang des Eintrittspfades zu entfernen, ohne einen Bruch zu riskieren. Die Operation war erfolgreich.
Nach dem Eingriff stellte sich heraus, dass das Mädchen nicht gegen Tetanus geimpft war. Angesichts des hohen Infektionsrisikos durch metallische Gegenstände wurde die Patientin sofort geimpft. Die Ärzte erinnern daran, dass die Sterblichkeitsrate bei einer Tetanusinfektion bis zu 70% betragen kann.
Das Krankenhaus forderte erneut die Eltern auf, den Impfstoffkalender einzuhalten und selbst geringfügige Verletzungen bei Kindern nicht zu ignorieren, da sie ernsthafte Gefahren verbergen können.
Zuvor wurde berichtet, dass Ärzte in Luzk fast 700 Gramm Haare aus dem Magen eines 7-jährigen Kindes entfernt haben.
Dieser Vorfall unterstreicht die Wichtigkeit der Aufmerksamkeit der Eltern auf den Gesundheitszustand ihrer Kinder und die rechtzeitige medizinische Intervention. Trotz der vermeintlichen Harmlosigkeit von Verletzungen können sie zu ernsthaften Folgen führen. Die Ärzte fordern erneut auf, medizinische Untersuchungen und regelmäßige Impfungen nicht zu vernachlässigen, um ähnliche Notfälle in der Zukunft zu vermeiden.
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