In der Wüste von Katar wurde ein uraltes Meer gefunden: Eine neue Art von Seekuh entdeckt.
Nach Angaben von ТСН: In der Wüste von Katar entdeckten Wissenschaftler ein großes Tierfriedhof. Ein Team des Smithsonian-Instituts und der Museen von Katar schloss eine detaillierte Untersuchung in der Region Al-Masjabiya ab.
Neue Tierart
Unter den zahlreichen Funden fanden die Wissenschaftler eine neue Art – Salwasiren qatarenis, die nach Katar benannt wurde. Dieses Tier ähnelt modernen Dugongs, weist jedoch Unterschiede in der Knochenstruktur der Hinterextremitäten, einer aufrechteren Schnauze und kürzeren Stoßzähnen auf – Merkmale, die bei modernen Seekühen über Millionen von Jahren der Evolution verschwunden sind.
Alte Ökosysteme
Die Fossilien aus Al-Mazhabia zeugen davon, dass frühmiocene Seekühe auf Wiesen grasten, die mit dichtem Seegras bedeckt waren, und den Meeresboden formten, so wie es moderne Dugongs tun. Unter den Funden wurden auch Fossilien von Haien, Fischen, Delfinen und Schildkröten entdeckt, was bestätigt, dass dieses Gebiet, das heute eine trockene Wüste ist, einst ein flaches Meer mit einem reichen Ökosystem war.
Bedeutung der Forschung
Ferhan Sakala vom Museum von Katar stellte fest, dass regionale Gesteine wichtige Daten über alte Ökosysteme bewahren. Diese Daten können helfen zu verstehen, wie Seegräser auf Klimaveränderungen reagierten.
„Wenn wir aus alten Aufzeichnungen erfahren können, wie Gemeinschaften von Seegräsern klimatischen Stress oder andere schwerwiegende Störungen überlebt haben, könnten wir Ziele für eine bessere Zukunft des Persischen Golfes setzen“, sagte Sakala.
Dieser Fund ist ein wichtiges Indiz dafür, wie sich das Ökosystem Katars über Millionen von Jahren verändert hat und kann Hinweise darauf geben, wie man sich zukünftigen Herausforderungen durch die Klimakrise anpassen kann. Das Studium uralter Lebensformen wird der modernen Wissenschaft helfen, Naturtrends besser zu verstehen und Möglichkeiten zu finden, marine Objekte zu schützen.
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