Archäologen entdeckten in Sudan ein Grab mit einem rituellen Feuerstelle in einem Gefäß.
Nach Angaben von ТСН: Während archäologischer Ausgrabungen in der Bayuda-Wüste im Sudan auf dem Gelände BP937 entdeckten Wissenschaftler im Jahr 2018 das Grab eines Mannes, das mit der Kerma-Kultur in Verbindung gebracht wird. Laut den Datierungsergebnissen gehört dieses Grab zur frühen Phase der altägyptischen Kuscht II (ca. 2050–1750 v. Chr.).
Im Grab wurden Fayenceperlen sowie zwei Tontöpfe gefunden: einer stand senkrecht, der andere war umgekehrt. Die Forscher glauben, dass dies Teil eines Bestattungsrituals gewesen sein könnte. In einem der Gefäße fanden sie verkohlte pflanzliche Überreste, Tierreste, Koprolithen und Teile von Insekten – wahrscheinliche Überreste eines rituellen Feuers, das absichtlich in das Gefäß gelegt wurde.
Forschung und neue Entdeckungen
Zusätzlich zu archäologischen, anthropologischen, radiokohlenstoffdatierenden und genetischen Analysen führten die Wissenschaftler carpologische und evolomologische Studien durch. Die Ergebnisse der umfassenden Arbeit lieferten neue wichtige Informationen über Bestattungstraditionen und die Umwelt, die zu Beginn des 2. Jahrtausends v. Chr. in der ariden Zone des Mittleren Nils existierte.
Diese Funde unterstreichen die Bedeutung der Kerma-Kultur und liefern neue Fakten zum Verständnis der sozialen und religiösen Praktiken der alten Menschen. Die Forschung wird fortgesetzt, was zweifellos neue Kapitel in der Geschichte dieser Region eröffnen wird, um ihre Geheimnisse zu klären.
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