Todesfälle an Tankstellen: Russlands Treibstoffkrise verschärft sich – Moskau sichert sich die Versorgung.

Todesfälle an Tankstellen: Russlands Treibstoffkrise verschärft sich – Moskau sichert sich die Versorgung
Todesfälle an Tankstellen: Russlands Treibstoffkrise verschärft sich – Moskau sichert sich die Versorgung

Kampf um Benzin in Russland

Nach Angaben von UATV: In Russland herrscht eine schwere Treibstoffknappheit. Besonders betroffen sind Regionen außerhalb Moskaus, wo bereits Verkaufsbeschränkungen für Benzin eingeführt wurden. Die Behörden versuchen, das Problem zu lösen, indem sie Lieferungen aus Sibirien umleiten und Treibstoff aus Belarus importieren. Dennoch bleibt die Lage kritisch. Allein in den letzten Tagen wurden mindestens zwei Todesfälle von Menschen in Warteschlangen an Tankstellen gemeldet – ein deutliches Zeichen für die Schwere der Krise.

Die Region Moskau verbraucht jährlich rund 6 Millionen Tonnen Benzin. Im Juli sank die tägliche Benzinproduktion in Russland jedoch auf etwa 71.500 Tonnen. Die inländische Produktion deckt nur noch rund 65 Prozent des Bedarfs. Das Land hat etwa 40 Prozent seiner Raffineriekapazitäten verloren, was die Versorgung massiv beeinträchtigt. Im Juli fiel das Rohölverarbeitungsvolumen auf den niedrigsten Stand seit 2005.

Situation auf dem Treibstoffmarkt

Der Durchschnittspreis für Benzin der Sorte AI-92 stieg zwischen dem 1. und 10. Juli auf 64,5 Rubel pro Liter. Diese enormen Preise sind nach Ansicht von Experten ein klares Anzeichen für eine akute Knappheit und die Existenz eines Schwarzmarktes.

„Die enormen Benzinpreise sind ein Zeichen für akute Knappheit und einen florierenden Schwarzmarkt“, erklärte Oleg Pendzin.

Um die Verluste durch beschädigte Raffinerien auszugleichen, wurden die Benzinlieferungen laut Händlern gezielt in die Region Moskau umgeleitet. Die ukrainische Auslandsaufklärung hingegen warnt, dass der Kreml offenbar nicht auf eine Überwindung, sondern auf ein langes Andauern der Krise setzt. Die Treibstoffkrise offenbart tiefere wirtschaftliche Probleme, die durch internationale Sanktionen und sinkende Investitionen in die Raffinerieindustrie noch verstärkt werden.

Experten wie Ihor Burakowskyj, Natalija Pelewina, Anna Safesowa und Oleh Pendzin heben die Verschärfung der Krise hervor. Die Bevölkerung und Fachleute sind zunehmend besorgt, da der Treibstoffmangel weite Bereiche des Alltags beeinträchtigt. Sollte die Versorgungslage angesichts sinkender Eigenproduktion und steigender Energiepreise weiter angespannt bleiben, drohen soziale Unruhen und wirtschaftliche Engpässe – etwa im Transportwesen oder in der Landwirtschaft. Die Kontrolle über die Treibstoffverteilung und die Sicherung der regionalen Stabilität werden für die russische Führung in den kommenden Monaten zu einer zentralen Herausforderung.


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