Ukrainische Angriffe lähmen Russlands Treibstoffversorgung: Armee erhält nur noch 30 Prozent.

Ukrainische Angriffe lähmen Russlands Treibstoffversorgung: Armee erhält nur noch 30 Prozent
Ukrainische Angriffe lähmen Russlands Treibstoffversorgung: Armee erhält nur noch 30 Prozent

Versorgungsengpässe in Russland

Nach Angaben von UATV: Die russische Armee leidet unter akutem Treibstoffmangel. Berichten zufolge erreichen nur noch 30 Prozent des benötigten Benzins und Diesels die Militäreinheiten. Die Ursache liegt in einer Kombination aus innenpolitischen Schwierigkeiten und den Folgen des Krieges. Um die Krise zu bewältigen, ist Moskau gezwungen, Treibstoff aus dem Ausland zu importieren und die Verteilung streng zu kontrollieren. Ein wesentlicher Faktor sind die gezielten Angriffe ukrainischer Streitkräfte auf Russlands Energieinfrastruktur.

Anfang Juli sank die inländische Treibstoffproduktion auf nur 65 Prozent des saisonalen Bedarfs. Dies führte zu drastischen Kürzungen bei der Versorgung des Militärs. Die ohnehin angespannte Lage wurde durch einen Großbrand auf einem Öldepot in Armawir weiter verschärft, bei dem eine Fläche von etwa 800 Quadratmetern in Flammen aufging.

Notwendige Importe und neue Prioritäten

Um den Mangel zu lindern, importiert Russland Benzin nicht nur aus Kasachstan, sondern auch aus Belarus und Indien. Beispielsweise lieferte die kasachische Raffinerie 'Kondensat' im Juli 5.000 Tonnen Autobenzin in die Regionen Wolgagebiet und Moskau. Gleichzeitig haben russische Ölkonzerne den Treibstoffhandel an der St. Petersburger Börse wieder aufgenommen. Die gesamte Raffineriekapazität des Landes liegt bei etwa 40 Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr.

Die Behörden haben eine klare Rangfolge für die Treibstoffversorgung festgelegt:

  • die Armee
  • Unternehmen der Rüstungsindustrie
  • Landwirte
  • die gewerbliche Wirtschaft
  • private Autofahrer
„Die Ukraine hat erfolgreich weitreichende Sanktionen gegen wichtige Ziele in den Regionen Krasnodar und Stawropol verhängt“ – Wolodymyr Selenskyj

Der Treibstoffmangel in Russland ist somit nicht nur das Ergebnis wirtschaftlicher Probleme, sondern auch direkter Folge des externen Drucks durch ukrainische Angriffe.

„Es zeigt sich heute, dass der einzige Weg, den Krieg zu stoppen, darin besteht, zahlreiche Gegenschläge gegen die Infrastruktur auf russischem Territorium zu führen“ – Mychajlo Podoljak
Die Lage bleibt angespannt; die weitere Entwicklung hängt von militärischen Operationen sowie wirtschaftspolitischen Entscheidungen ab.

Die Versorgungskrise könnte die militärischen Fähigkeiten Russlands erheblich beeinträchtigen, da eine zuverlässige Treibstoffzufuhr für Kampfhandlungen unerlässlich ist. Angesichts der Abhängigkeit von Importen und der Gefahr weiterer Angriffe auf die Energieinfrastruktur droht eine Verschärfung der Situation. Dies unterstreicht die zentrale Bedeutung der Energiesicherheit für beide Konfliktparteien, was wiederum den weiteren Kriegsverlauf und die wirtschaftliche Stabilität in der Region beeinflussen könnte.


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