In den USA haben Kameras ein seltenes Phänomen festgehalten: Schmetterlinge trinken die Tränen eines Elches.

In den USA haben Kameras ein seltenes Phänomen festgehalten: Schmetterlinge trinken die Tränen eines Elches
In den USA haben Kameras ein seltenes Phänomen festgehalten: Schmetterlinge trinken die Tränen eines Elches

Nach Angaben von ТСН: Im Green Mountain National Forest in den USA haben Überwachungskameras ein einzigartiges Phänomen festgehalten: Schmetterlinge genossen die Tränen eines wilden Elches. Dies ist der erst zweite dokumentierte Fall dieses Phänomens in nördlichen Breiten.

Wissenschaftler haben zuvor beobachtet, dass Schmetterlinge und Motten die Tränen von Schildkröten oder Krokodilen in den Tropen trinken. Im Green Mountain National Forest wurden jedoch Schmetterlinge erstmals beim Trinken der Elchstränen aufgezeichnet, was den zweiten bekannten Fall dieses Verhaltens im Norden darstellt.

Forschung zum Verhalten von Insekten

In der Regel erhalten die meisten Schmetterlinge und Motten Nährstoffe aus Nektar, aber einige von ihnen erweitern ihre Diät, indem sie Mineralien aus dem Boden, den Überresten toter Tiere oder sogar menschlichem Schweiß gewinnen — dieses Phänomen ist als „Puddling“ bekannt.

Das Trinken von Tränen oder Augenabsonderungen von Tieren ist jedoch ein noch selteneres Phänomen. In der Wissenschaft wird es als Lagriphagie bezeichnet. Außerhalb der Tropen wurde zuvor nur einmal eine Motte beobachtet, die die Augenabsonderungen eines Pferdes trank.

Festgehaltene Aufnahmen

Eine Kamera-Falle machte 80 Aufnahmen eines männlichen Elches (Alces americanus americanus), auf dessen Haupt Schmetterlinge saßen und seine Tränen konsumierten. Diese Fotos wurden in der Nacht vom 19. Juni — zwischen 1:44 und 1:48 — aufgenommen. Es ist erwähnenswert, dass genau diese 80 Aufnahmen die einzigen sind, die Lagriphagie aus über 247.000 Bildern von Elchverhalten zeigen, die an fast 500 Standorten in den Bundesstaaten Maine, Massachusetts, New Hampshire und Vermont gesammelt wurden.

Wissenschaftler stellen fest, dass sowohl der Elch als auch die Schmetterlinge neue Arten sind, für die eine solche Interaktion bisher nicht bekannt war. Obwohl die genaue Art der Insekten nicht bestimmt werden konnte, glauben Experten, dass sie aufgrund ihrer Größe und Form wahrscheinlich zur Familie der Geometridae gehören.

Potenzielle Risiken

Forscher weisen auch auf mögliche Risiken hin: Obwohl ein solches Verhalten äußerst selten ist, könnten Schmetterlinge theoretisch Krankheiten übertragen, einschließlich Keratokonjunktivitis, die die Augen betrifft und für Elche gefährlich sein kann. Es wurden jedoch bisher keine Fälle dokumentiert, in denen Krankheiten durch das Trinken von Tränen bei Wildtieren verbreitet wurden, sodass die Wahrscheinlichkeit eines solchen Szenarios als minimal angesehen wird.

Zusätzlich wurden im Zoo von Vietnam die Besucher Zeugen einer ungewöhnlichen Situation: Eine Hauskatze befand sich im Gehege der Bären, aber Gott sei Dank blieb es ohne Verluste. Es stellte sich heraus, dass die Katze Mika regelmäßig Zeit mit den Bären verbringt, und sie zeigen ihr gegenüber keine Aggressivität.

Die Forschung zum Verhalten von Schmetterlingen und ihren komplexen Interaktionen mit der Umwelt eröffnet weiterhin neue Seiten in der Tierwissenschaft. Trotz der erstaunlichen Natur dieses Phänomens ist es wichtig, seine Auswirkungen auf das Ökosystem und die Gesundheit beider Arten zu beobachten. Diese Entdeckung ergänzt unser Verständnis der natürlichen Verbindungen in der Wildnis.


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