Ungarn gibt Blockade der Ukraine-EU-Integration auf: Was der neue Ministerpräsident Magyar verspricht.
Regierungswechsel in Ungarn und die neuen Chancen für die Beziehungen zur Ukraine
Nach Angaben von Espreso.tv: Mit einem neuen Ministerpräsidenten an der Spitze hat Ungarn seinen Widerstand gegen die europäische Integration der Ukraine aufgegeben. Magyar verkündete eine Einigung mit Kiew in der Frage der Rechte der ungarischen Minderheit – der zentrale Grund, weshalb Budapest seine Blockade nach rund 17 Monaten fallen ließ. Unter der vorherigen Regierung von Viktor Orbán war der EU-Beitrittsprozess der Ukraine immer wieder gestoppt worden. Nun könnte der Neustart des Dialogs zwischen beiden Ländern die Zusammenarbeit auf eine neue Basis stellen.
Nach den Worten des neuen Regierungschefs sollen die Rechte der ungarischen Minderheit künftig gewährleistet sein. Das deutet darauf hin, dass Ungarn nicht nur die EU-Annäherung der Ukraine nicht länger behindern, sondern auch sein Veto gegen neue Sanktionen gegen Russland sowie gegen europäische Hilfsgelder aufheben will. Allerdings bleiben die genauen Inhalte der erzielten Absprachen bislang im Dunkeln.
Wie der ukrainische Politiker Mykola Knjaschyzkyj anmerkte: 'Worüber genau man sich verständigt hat – dazu gibt es noch keinerlei Informationen.'
Diese politische Kehrtwende in Ungarn eröffnet der Ukraine neue Perspektiven für eine vertiefte Partnerschaft mit der EU. Entscheidend wird sein, wie beide Seiten die nun getroffenen Vereinbarungen in der Praxis umsetzen. Gelingt dies, könnte die Ukraine ihre internationale Position deutlich stärken und auf eine verlässlichere Unterstützung aus Brüssel zählen. Die kommenden Schritte beider Länder werden daher genau beobachtet werden müssen.
Eine klare Definition der künftigen Kooperationsbedingungen wäre ein wichtiger Meilenstein, um das Vertrauen zwischen den beiden Staaten wiederherzustellen.
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