Ungarn beschuldigt die EU, die Lieferungen von russischem Öl durch die Ukraine gestoppt zu haben.
Der ungarische Außenminister Peter Szijjártó sagte, die Europäische Kommission ergreife keine Maßnahmen zur Einstellung der Lieferungen von russischem Öl durch die Ukraine. Er warnte vor einer möglichen Energiekrise.
Szijjártó wies darauf hin, dass Budapest und Bratislava sich vor einer Woche an die Europäische Kommission gewandt hätten, aber keine Ergebnisse erzielt hätten. Er stellte auch die Beteiligung Kiews an dem Ölkonflikt in Frage.
Der ungarische Außenminister fordert, dass die Europäische Kommission erklärt, ob Brüssel die Öllieferungen verboten hat, und warum keine Maßnahmen ergriffen wurden. Er ist besorgt über die Bedrohung der Energieversorgungssicherheit der beiden EU-Mitgliedstaaten.
Letzte Woche warnte Gergely Gulyás, der Leiter des Kabinetts des ungarischen Premierministers Viktor Orbán, vor einem möglichen Treibstoffmangel aufgrund der Blockade der Lieferungen durch die Firma "Lukoil". Er betonte jedoch, dass es keinen Grund zur Panik gebe, da Ungarn über Ölreserven verfüge.
Quelle: Ukrinform
Lesen Sie auch
- Energiesicherheit in Gefahr: Budapest wirft Kiew Angriffe auf die „Türkische Pipeline“ vor
- Sibiga verurteilt Szijjártós Berichterstattung an den Kreml als „widerlich“
- Leaked Calls Reveal Hungarian Minister Shared EU Sanctions Data with Russia’s Lavrov
- Budapest fordert Ende der EU-Sanktionen gegen russische Oligarchen: Szijjártó sucht direkten Draht zu Lawrow
- EU-Geheimnisse nach Moskau durchgestochen: Budapest erzwingt möglicherweise neue Abstimmungsregeln
- Brüssel fordert Aufklärung: Ungarns Außenminister soll EU-Geheimgespräche an Lawrow weitergegeben haben

