11 Milliarden für die Rundumverteidigung der Region Kiew: So rüstet sich die Ukraine für den Schutz ihrer Städte.
Vorbereitungen zur Verteidigung ukrainischer Städte laufen auf Hochtouren
Nach Angaben von Espreso.tv: In der Ukraine laufen die Planungen für die Verteidigung von Städten, insbesondere in der Region Kiew, wo eine Rundumverteidigung aufgebaut werden soll. Der bekannte Militärexperte, Journalist und Oberst der ukrainischen Streitkräfte, Wladyslaw Selesnjow, erläuterte in einem Interview die Maßnahmen und ging dabei auch auf mögliche Gefahren aus Belarus ein. Der Chef der Rajonverwaltung Wyschhorod bestätigte, dass die Gemeinden in der Region Kiew bereits Anweisungen zum Aufbau von Verteidigungslinien erhalten haben. Auch der Leiter des Rajons Kowel bekam entsprechende Order.
Für den Aufbau der Verteidigung rund um 35 Städte in der Region Kiew wurden 11 Milliarden Griwna bereitgestellt. Diese Initiative ist Teil einer umfassenden Strategie zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit der Region. Neben der Region Kiew gibt es auch aus Odessa Meldungen über Vorbereitungen zur Stadtverteidigung. Selesnjow betonte die Wichtigkeit der defensiven Vorbereitung und verwies dabei auf das Beispiel von Kupjansk, das seiner Ansicht nach in der Vergangenheit nicht ausreichend gesichert worden war.
Lage an der nördlichen Front
Der Experte äußerte sich auch zur Situation an der nördlichen Front und stellte klar, dass ein bevorstehender feindlicher Angriff nicht belegt sei.
„Die Tatsache, dass der Feind morgen mit Sicherheit von Norden her in unser Gebiet einfallen wird, ist nicht bewiesen“, so Selesnjow.Er wies zudem darauf hin, dass der Gegner nicht über genügend Ressourcen verfüge, um von Belarus aus eine Offensive zu starten. Derzeit könnten die ukrainischen Verteidigungskräfte feindliche Kräfte in einer Tiefe von bis zu 30 Kilometern bekämpfen, was laut dem Experten einen deutlichen Vorteil darstelle.
Selesnjow hob hervor, dass der Feind durch die von den ukrainischen Streitkräften errichtete Sperrzone enorme Verluste erleide. Als Hauptgründe, warum der Gegner keine Vorstöße unternehmen könne, nannte er drei entscheidende Faktoren:
- die Ausbildung
- die Vorbereitung
- die Ausstattung der ukrainischen Soldaten
Diese Aspekte gewinnen vor dem Hintergrund der Bedrohung aus Belarus, wo die Lage angespannt bleibt, zunehmend an Bedeutung.
Zusammengefasst wird die Vorbereitung auf die Verteidigung der Städte und die Stärkung der militärischen Positionen in der Ukraine zur Priorität, wenn es um die aktuellen Sicherheitsrisiken für den Staat geht. Diese Maßnahmen sind ein zentraler Bestandteil der nationalen Sicherheitsvorsorge.
Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Lage spielt die Stadtverteidigung eine Schlüsselrolle für die nationale Sicherheit der Ukraine. Investitionen in die Verteidigungsfähigkeit, wie von Experten betont, können die Fähigkeit, äußeren Bedrohungen – insbesondere aus Belarus – zu widerstehen, maßgeblich beeinflussen. Gleichzeitig müssen militärische Strategien an die realen Frontbedingungen angepasst werden, was die Erfahrungen aus früheren Konflikten eindrücklich belegen.
Lesen Sie auch
- 273 Gefechte an einem Tag: Ukrainische Streitkräfte erzielen Erfolge bei Saporischschja
- Rekordverluste für Russland: Ukrainische Streitkräfte eliminieren über 31.000 Soldaten
- Rekordwert im Mai: Ukrainische Luftabwehr fing 92 Prozent der Drohnen und 53 Prozent der Raketen ab
- Rekord-Gefangenenaustausch: 185 ukrainische Verteidiger kehren nach Hause zurück
- Logistik als Schlachtfeld: Der Kampf um die Versorgungswege bei Lyman
- 273 Gefechte an einem Tag: Russische Armee erhöht Druck auf Pokrowsk und Huljajpole

