Drohende humanitäre Katastrophe: DTEK-Chef fordert Waffenruhe für ukrainische Energieinfrastruktur.

Drohende humanitäre Katastrophe: DTEK-Chef fordert Waffenruhe für ukrainische Energieinfrastruktur
Drohende humanitäre Katastrophe: DTEK-Chef fordert Waffenruhe für ukrainische Energieinfrastruktur

Ukraine vor humanitärer Katastrophe

Nach Angaben von Novyny.live: Der Generaldirektor von DTEK, Maksym Timchenko, warnt eindringlich vor einer humanitären Katastrophe in der Ukraine. Grund sind die gezielten russischen Luftangriffe auf das Energiesystem. Angesichts frostiger Temperaturen von -15 bis -20 °C, die die Lage für die Bevölkerung massiv verschärfen, fordert er ein sofortiges Ende der Angriffe auf Energieanlagen und den Wiederaufbau der Infrastruktur. Die Situation ist extrem kritisch.

Seit Oktober 2025 führt Russland eine Kampagne des 'Energieterrors' gegen die Ukraine, die zu schwerwiegenden Stromausfällen geführt hat. Die Menschen erhalten seit zwei Wochen nur noch für 3 bis 4 Stunden Strom, gefolgt von 10 bis 15 Stunden ohne Versorgung. DTEK hat bereits 60-70 % seiner Erzeugungskapazitäten verloren, was die Versorgung der Bevölkerung mit Strom erheblich erschwert. Diese systematische Zerstörung trifft das Land in einer existenziellen Krise.

Energiesystem am Limit

Am 22. Januar 2023 verzeichnete die Ukraine die schwerwiegendste Situation im Energiesystem seit dem massiven Blackout im Jahr 2022. Als Folge rief der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko die Einwohner sogar dazu auf, die Stadt zu verlassen, da sich die Lage zuspitzt. Maksym Timchenko bezifferte die Kosten für die Wiederherstellung des Energiesektors auf 65-70 Milliarden US-Dollar. Er betonte, dass es dabei 'eher um die Schaffung eines komplett neuen Energiesystems in der Ukraine geht, nicht nur um einen Wiederaufbau'.

„Wir brauchen eine Waffenruhe für den Energiesektor“, forderte Timchenko und rief zu dringendem Handeln auf.

„Wir müssen die Vorbereitungen dafür bereits heute beginnen“, fügte er hinzu und unterstrich, dass sofortige Maßnahmen nötig seien, um eine humanitäre Katastrophe abzuwenden.

Vor dem Hintergrund der kritischen Lage gewinnen die Forderungen nach einem Schutz der Energieinfrastruktur besondere Dringlichkeit. Der Strommangel bei eisigen Temperaturen birgt das Risiko schwerwiegender sozialer und wirtschaftlicher Folgen und könnte eine humanitäre Krise auslösen. Der Wiederaufbau wird immense Investitionen und Zeit erfordern, was die Lebensgrundlagen der ukrainischen Bevölkerung weiter gefährdet.


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