Militärexperte bezweifelt ukrainische Rückeroberung der Grenzen von 1991.
Experten analysieren die militärische Lage in der Ukraine
Nach Angaben von TSN.ua: Der ukrainische Militärexperte Oleksij Hetman äußerte im Sender „Kyjiw 24“ erhebliche Zweifel, ob die Ukraine mit ihren derzeitigen Kräften und Mitteln die Grenzen von 1991 wiederherstellen kann. Seine Einschätzung ist eindeutig:
„Mit den Kräften und Mitteln, die wir haben, werden wir kaum in der Lage sein, die Grenzen von 1991 zu erreichen“, so Oleksij Hetman. Statt sich auf großangelegte Offensivkampagnen zu konzentrieren, betonte er die entscheidende Bedeutung einer Stärkung der Verteidigung und der Fähigkeit, den Feind aufzuhalten. Der Krieg in der Ukraine hat gezeigt, dass reine Stärke allein oft nicht ausreicht, um langfristig besetzte Gebiete zurückzuerobern.
Hetman plädierte dafür, den Krieg vollständig in eine Positionskriegsphase zu überführen, anstatt den Gegner schrittweise zurückzudrängen. Diese Strategie könnte es der Ukraine ermöglichen, sich unter den schwierigen Bedingungen des andauernden Konflikts auf den Ausbau ihrer eigenen Verteidigungsfähigkeit zu fokussieren.
Lange Dauer erwartet: Anpassung der Strategien nötig
Andere Experten wie Oleksandr Chara verweisen darauf, dass der russische Präsident Wladimir Putin darauf abziele, den Krieg auch noch 2026 fortzusetzen. Auch General Romanenko äußerte sich zu möglichen Veränderungen im Kriegsverlauf in der Ukraine im Jahr 2026. Diese Prognosen deuten auf eine lange Dauer des Konflikts hin und unterstreichen die Notwendigkeit, die ukrainischen Militärstrategien an neue Herausforderungen anzupassen.
Vor diesem Hintergrund ist es für die Ukraine unter den Bedingungen des modernen Krieges entscheidend, ihre militärischen Ziele und Strategien zu überprüfen, um der Aggression effektiv zu begegnen und die nationale Sicherheit zu gewährleisten.
Die genannten Expertenkommentare heben die Komplexität der militärischen Situation in der Ukraine und die Notwendigkeit hervor, sich neuen Realitäten anzupassen. In einer Lage anhaltender Konfrontation und Ungewissheit könnte die Verstärkung der Verteidigungspositionen zu einem Schlüsselfaktor für die Stabilität und Sicherheit des Landes werden. Die Anpassung von Strategien und Ressourcen wird auch die allgemeine Bereitschaft für mögliche Wendungen in einem Konflikt beeinflussen, der Prognosen zufolge noch mehrere Jahre andauern könnte.
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