Ukraine ruft zum Boykott der Paralympics 2026 auf – Europäische Staaten folgen.
Protest gegen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo
Nach Angaben von UATV: Die Ukraine wird die Eröffnungsfeier der Paralympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo boykottieren. Grund ist die Zulassung russischer und belarussischer Athleten unter ihren Nationalflaggen. Der Internationale Paralympische Komitee (IPC) bestätigte, dass sechs russische und vier belarussische Sportler unter nationalen Symbolen antreten dürfen – obwohl sie sich nicht über die regulären Qualifikationswege für eine Startlizenz qualifiziert hatten. Diese Entscheidung des IPC ist der Hauptauslöser für den ukrainischen Protest.
Europäische Unterstützung und scharfe Kritik
Die Europäische Kommission sowie mehrere europäische Länder wie Estland, Polen und auch das Gastgeberland Italien planen, sich dem Boykott anzuschließen. Die Zulassung stieß in der ukrainischen Sportwelt auf massive Empörung. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte den IPC-Entschluss scharf und nannte ihn ein
„schmutziges Entscheidung, die man nicht respektieren kann“. Der Nationale Paralympische Komitee der Ukraine kritisierte, die Zulassung sei lediglich „in Übereinstimmung mit dem Status der russischen und belarussischen Paralympischen Komitees“ erfolgt – eine Begründung, die viele als hohl und politisch motiviert empfinden.
Auch Sportler wie der ukrainische Ringer Jean Beleniuk äußerten sich entsetzt und bezeichneten die IPC-Entscheidung als
„beschämend und ein Spiel mit dem Aggressor“. Die boykottierenden Nationen betonen die Notwendigkeit, Prinzipien der Fairness und Sportethik gerade in der aktuellen geopolitischen Lage zu wahren. Der Konflikt zeigt, wie sehr der Sport unter dem Druck internationaler Politik steht.
Der Boykott ist ein klares Signal der ukrainischen Gesellschaft gegen die Normalisierung der Beziehungen zu Staaten, die eine aggressive Politik gegenüber der Ukraine verfolgen. Das Vorgehen der Ukraine und ihrer Verbündeten unterstreicht den Willen, sportliche Grundwerte zu schützen und moralische Standpunkte auch auf internationaler Bühne zu vertreten. Diese Haltung könnte in Zukunft als Präzedenzfall für den Umgang mit Aggressorstaaten im Sport dienen.
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