EU soll Sanktionen gegen Russland verschärfen – Appell von Selenskyj beim Gipfeltreffen in Kiew.

EU soll Sanktionen gegen Russland verschärfen – Appell von Selenskyj beim Gipfeltreffen in Kiew
EU soll Sanktionen gegen Russland verschärfen – Appell von Selenskyj beim Gipfeltreffen in Kiew

Ukrainischer Präsident beim Gipfel Ukraine – Südosteuropa

Nach Angaben von UATV: Beim fünften Gipfeltreffen Ukraine – Südosteuropa in Kiew hat Wolodymyr Selenskyj die europäischen Staaten aufgefordert, die Sanktionen gegen Russland nicht zu lockern, sondern weiter zu verschärfen. Zudem plädierte er für eine engere Zusammenarbeit zwischen den Ländern der Region. Im Zentrum der Gespräche standen unter anderem die heimische Raketenproduktion sowie die humanitäre und finanzielle Unterstützung für die Ukraine.

Selenskyj betonte die Notwendigkeit, dass die Ukraine künftig in der Lage sein müsse, eigenständig Raketen für ihre Luftabwehrsysteme zu fertigen.

„Wir rechnen damit, bis Ende 2026 die Möglichkeit zu haben, selbstständig Raketen durch ein ukrainisches Team herzustellen“ – Wolodymyr Selenskyj
Dies sei ein entscheidender Schritt zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit des Landes angesichts der anhaltenden Aggression.

Abkommen und Unterstützung aus dem Ausland

Im Rahmen des Gipfels wurden Verträge mit Frankreich und Italien über die Produktion moderner Raketensysteme wie SAMP/T, SCALP und Aster unterzeichnet. Slowenien sagte zudem 50 Millionen US-Dollar für Waffenkäufe zugunsten der Ukraine zu – ein wichtiges Signal der Solidarität in Kriegszeiten.

Der serbische Präsident Aleksandar Vučić bekundete Interesse an einem Ausbau der Beziehungen zur Ukraine und hob die Bedeutung regionaler Kooperation hervor.

„Ich möchte mich für die Gastfreundschaft und den hervorragenden Empfang bedanken, der uns allen zuteilwurde“ – Aleksandar Vučić

Vertreter aus Moldau, Nordmazedonien, Albanien und Montenegro vereinbarten auf dem Gipfel eine gemeinsame Abstimmung ihrer europäischen Integrationsbemühungen – ein Zeichen für das gemeinsame Streben dieser Länder nach Annäherung an die EU. Bereits im Dezember hatten Kroatien und die Ukraine ein bilaterales Abkommen zur Unterstützung des ukrainischen EU-Beitritts unterzeichnet, das ebenfalls thematisiert wurde.

Zum Abschluss des Treffens verabschiedeten die Teilnehmer eine gemeinsame Erklärung, in der sie die russische Aggression verurteilen und ihre Bereitschaft bekräftigen, die Ukraine im Kampf um Unabhängigkeit und territoriale Integrität weiter zu unterstützen.

Die Ausrichtung des Gipfels in Kiew unterstreicht die wachsende Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und den südosteuropäischen Staaten angesichts der russischen Bedrohung. Die unterzeichneten Abkommen und öffentlichen Stellungnahmen zeigen eine zunehmende Unterstützung für die Ukraine, die für ihre Verteidigungsfähigkeit und ihren Weg in die Europäische Union von großer Bedeutung ist. Diese Schritte könnten die Stabilität in der Region fördern und die Einheit jener Länder stärken, die gemeinsame Ziele im Umgang mit äußeren Herausforderungen verfolgen.


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