Kiew verschärft Angriffe auf Russland: Raffinerien und Lager getroffen – Moskau antwortet mit 600 Drohnen.
Immer mehr Langstreckenwaffen im Einsatz
Nach Angaben von Espreso.tv: Laut Serhij Sgurez, Direktor von Defense Express, greifen beide Konfliktparteien verstärkt auf weitreichende Waffensysteme zurück. Er verwies dabei auf russische Attacken am 2. und 15. Juni 2023. Damals setzte Moskau rund 600 Drohnen sowie 70 Raketen ein, von denen etwa 30 bis 40 ballistische Geschosse waren. Diese Zahlen belegen eine deutliche Intensivierung der Kampfhandlungen von russischer Seite.
Die ukrainischen Streitkräfte wiederum haben ihrerseits militärische und infrastrukturelle Ziele in Russland angegriffen. Am 16. Juni 2023 trafen sie unter anderem folgende Objekte:
- die Moskauer Ölraffinerie
- ein Wildberries-Lager
- Kommandoposten und Depots
Nach dem Angriff auf die Moskauer Raffinerie wurde deren Betrieb vorübergehend eingestellt. Zudem griffen ukrainische Drohnen am 18. Juni 2023 eine Raffinerie in Kapotnja an, was einen Großbrand auslöste. Diese gezielten Schläge zeigen, dass Kiew zunehmend versucht, die russische Logistik und Energieversorgung zu stören.
Serhij Sgurez erklärte: 'Diese Dynamik hängt mit den Kapazitäten der russischen Rüstungsindustrie, der Planungsgeschwindigkeit und der Anzahl russischer Trägersysteme zusammen.'
Er betonte außerdem: 'Von ukrainischer Seite sehen wir mehr Dynamik als von russischer Seite.' Seiner Einschätzung nach 'entsteht eine Situation, in der beide Seiten ihr Potenzial maximal ausschöpfen wollen' – ein klares Zeichen für die Eskalation des Konflikts und die zunehmende Intensität der Kämpfe.
Die steigende Gefechtsintensität und der vermehrte Einsatz von Langstreckenwaffen deuten auf eine veränderte Taktik beider Kriegsparteien hin. Dies könnte den weiteren Verlauf der Militäroperationen und strategische Entscheidungen in beiden Ländern maßgeblich beeinflussen. Die zunehmenden Angriffe wirken sich nicht nur auf die militärischen Fähigkeiten aus, sondern auch auf die wirtschaftliche Lage und die Infrastruktur der direkt betroffenen Regionen.
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