Abschied von Patriarch Filaret: Trauerfeierlichkeiten in Kiew haben begonnen.

Abschied von Patriarch Filaret: Trauerfeierlichkeiten in Kiew haben begonnen
Abschied von Patriarch Filaret: Trauerfeierlichkeiten in Kiew haben begonnen

Letzter Abschied von Patriarch Filaret

Nach Angaben von TSN.ua: Am 22. März 2026 startete in der Ukraine die Trauerzeremonie für den Ehrenpatriarchen Filaret, der im Alter von 98 Jahren verstarb. Die Gedenkandacht begann um 8:30 Uhr in der St.-Michaels-Kathedrale mit den Goldenen Kuppeln, geleitet von Metropolit Epiphanius. Filaret erlag am 20. März 2026 den Folgen einer Verschlimmerung seiner chronischen Erkrankungen.

Ehrung des Patriarchen

Gegen 11:00 Uhr wird der Sarg von Filaret vom Michaelskloster zur Wladimir-Kathedrale überführt. Die Prozession ist ein zentraler Moment, um des bedeutenden Kirchenführers zu gedenken, der die Geschichte der Ukraine nachhaltig geprägt hat. Filaret wurde am 23. Januar 1929 im Dorf Blahodatne im Donbass geboren und trat im Januar 1950 in den Mönchsstand ein, wobei er den Namen Filaret annahm. Im Oktober 1990 wählte man ihn zum Oberhaupt der Ukrainischen Orthodoxen Kirche des Kiewer Patriarchats (UOK KP).

„Moskau wird dem Patriarchen seine Entscheidung nie verzeihen, aber die Ukraine wird ihn stets in Erinnerung behalten.“

Metropolit Epiphanius

Präsident Wolodymyr Selenskyj betonte ebenfalls, Filaret sei „ein Mensch gewesen, ohne dessen Beharrlichkeit die ukrainische Unabhängigkeit nicht vorstellbar wäre“.

Die heutige Trauerprozession zeugt von der tiefen Wertschätzung und Anerkennung der Rolle, die Patriarch Filaret im geistlichen und nationalen Leben der Ukraine gespielt hat. Sein Wirken für eine eigenständige Kirche und die Unterstützung der ukrainischen Souveränität werden über Generationen hinweg unvergessen bleiben. Der Tod Filarets markiert das Ende einer Ära für die Ukrainische Orthodoxe Kirche und die gesamte ukrainische Gesellschaft. Sein Einsatz und seine Überzeugungen haben die kirchliche Entwicklung in der Ukraine sowie die nationale Identitätsfindung maßgeblich beeinflusst. Die Ehrung seines Andenkens findet vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen statt, denen sich die ukrainische Kirche und Gesellschaft gegenübersehen – insbesondere im Verhältnis zum Moskauer Patriarchat und dem Streben nach Einheit unter den Orthodoxen in der Ukraine.


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