Front in Not: Nur 30 Prozent der Mobilisierten erreichen die Einheiten.
Ukrainische Front kämpft mit dramatischem Personalmangel
Nach Angaben von TSN.ua: Die ukrainische Armee steht vor einer massiven Personalnot. Alina Michajlowa, Kommandeurin des medizinischen Dienstes "Ulf" und Abgeordnete im Kiewer Stadtrat, schildert die prekäre Lage an der Front. Ihrer Aussage nach werden monatlich zwar etwa 30.000 Männer mobilisiert, doch 70 Prozent von ihnen verlassen ihre Einheit eigenmächtig (SZW). In der Folge erreichen nur rund 10.000 Soldaten pro Monat tatsächlich die Truppe – eine Zahl, die bei weitem nicht ausreicht, um die Verluste an der Frontlinie auszugleichen.
Michajlowa betont, dass die Situation einen kritischen Punkt erreicht hat.
„Es gibt schon niemanden mehr, den man in diese Schützengräben und Unterstände setzen kann, und besonders fehlt es an Personal, um die Verteidigungslinie zu halten“, so ihre düstere Einschätzung. Sie verweist auf einen akuten Mangel an Infanterie, die für die Gefechtsführung unverzichtbar ist.
„Den Sieg erkämpft die Infanterie, und Infanterie haben wir nicht“, stellt Michajlowa fest und verdeutlicht damit die Sorge um die Verteidigungsfähigkeit der ukrainischen Streitkräfte. Die hohe Zahl von Fahnenflüchtigen deutet auf tieferliegende Probleme hin, die über rein militärische Belange hinausgehen.
Besorgniserregende Zahlen zu eigenmächtigen Abgängen
Die Probleme in den ukrainischen Militäreinheiten haben ein alarmierendes Ausmaß angenommen. Allein im September 2025 wurden über 20.000 Fälle von eigenmächtigem Verlassen der Einheit registriert. Diese Zahl unterstreicht die Schwere der personellen Krise. Angesichts anhaltender Kampfhandlungen und hoher Verluste wird dringend eine Lösung benötigt, um den Zustrom an Soldaten zu stabilisieren und die Moral der Truppe zu stärken. Ohne eine Wende in der Mobilisierungspolitik droht die Verteidigungslinie auszubluten.
Die kritische Lage macht deutlich, dass die Ukraine dringend Maßnahmen zur Bindung von Personal ergreifen muss. Die hohe Rate an Abgängen lässt auf soziale und wirtschaftliche Gründe schließen, die staatlicher Aufmerksamkeit bedürfen. Wirksame Schritte zur Gewinnung und vor allem zur Haltegung von Rekruten sowie zur Hebung der Kampfmoral werden entscheidend sein, um die Widerstandskraft der Armee zu erhalten.
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