Gefangenenaustausch nach Verhandlungen: 157 Ukrainer kehren aus russischer Gefangenschaft zurück.
Geheime Gespräche in Abu Dhabi
Nach Angaben von UATV: Ein zweites Treffen dreier Parteien in Abu Dhabi fand am 5. Februar 2023 seinen Abschluss. Teilnehmer waren Delegationen aus der Ukraine, den USA und Russland. Das zentrale Ergebnis war ein Gefangenenaustausch im Verhältnis 157 zu 157 Personen. Dabei konnten 157 ukrainische Soldaten sowie sieben Zivilisten in ihre Heimat zurückkehren. Dieser Austausch war der erste seit fünf Monaten – ein bedeutendes Ereignis angesichts des anhaltenden Krieges.
Die hochsensiblen Verhandlungen fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die ukrainische Delegation setzte sich aus folgenden Personen zusammen:
- Rustem Umjerow
- Kyrylo Budanow
- Serhij Kyslyzja
- Andrij Hnatow
- Oleksandr Bews
- Dawyd Arachamija
Die USA wurden durch Steve Witkoff, Jared Kushner und Daniel Driscoll vertreten. Die russische Delegation führte Igor Kostjukow an.
Sicherheitsfragen und internationale Solidarität
Neben dem Gefangenenaustausch standen auch Sicherheitsgarantien und mögliche Folgetreffen auf der Agenda. Steve Witkoff betonte, dass
„Diplomatie bereits greifbare Ergebnisse bringt“und verwies damit auf den Erfolg der Gespräche. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hob hervor, dass
„Sicherheitsgarantien von den USA ausgehen und allen anderen Dokumenten zugrunde liegen müssen“. Dies unterstreicht die immense Bedeutung internationaler Unterstützung für die Ukraine. Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk bekräftigte zudem: 'Polen wird keine Entscheidungen akzeptieren oder unterstützen, die gegen die Ukraine gerichtet sind.' Eine klare Position, die den Rückhalt der Ukraine in der internationalen Gemeinschaft zeigt.
Die Ergebnisse der Abu-Dhabi-Gespräche, insbesondere die Rückführung der Gefangenen, könnten somit ein wichtiger Schritt zur Entspannung und für mehr Stabilität in der Region sein.
Der Gefangenenaustausch sendet ein starkes Signal an alle Konfliktparteien und die Weltgemeinschaft. Er beweist, dass Dialog und Kooperation selbst unter schwierigsten Bedingungen möglich sind. Wie die Vertreter der Ukraine und der USA betonten, bleiben Sicherheitsfragen und die Unterstützung durch internationale Partner entscheidend, um einen Friedensprozess einzuleiten und die Lage in der Region zu stabilisieren. Solche humanitären Akte sind oft ein erster, vorsichtiger Schritt.
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