USA-Vizeaußenminister erklärt: Ukraine hat aktuell die Oberhand im Krieg.
Hoffnung an der Front und schärfere Russland-Sanktionen
Nach Angaben von Espreso.tv: Der stellvertretende US-Außenminister Jeremy Lewin zeigte sich beim „Ukraine-Lunch“ der Pinchuk-Stiftung zuversichtlich über die Lage an der Front. Die ukrainischen Streitkräfte seien derzeit in der Offensive, während die russischen Truppen eine Pause einlegten. Lewin betonte, dass jetzt die Möglichkeit bestehe, die Ausnahme von den Sanktionen für russisches Öl aufzuheben, was den Energiesektor Moskaus massiv treffen könnte. Dieser Schritt könnte die wirtschaftliche Basis des Kremls weiter schwächen.
Seit Anfang 2026 haben sich die Angriffe der ukrainischen Streitkräfte auf Russlands Ölraffinerie-Infrastruktur verdoppelt, so Lewin. Dabei wurden zwei Dutzend große Raffinerien und Terminals getroffen, was zu einem Verlust von über 30 % der Verarbeitungskapazitäten führte. Lewin stellte klar:
„Im Moment befinden wir uns in einer Lage, in der die Ukraine den Krieg derzeit gewinnt.“Er unterstrich, wie entscheidend es sei, den militärischen Druck aufrechtzuerhalten.
Rekordangriffe und internationale Weichenstellungen
Im Mai 2026 verzeichneten die ukrainischen Streitkräfte eine Rekordzahl von 30 Attacken auf Ziele der Öl-Infrastruktur. Seit Jahresbeginn erlitt Russland dadurch Schäden von mindestens sieben Milliarden Dollar. Die Treibstoffknappheit hat mittlerweile Moskau, Sankt Petersburg und die besetzten Gebiete erfasst. Diese Entwicklung zeigt, wie verwundbar die russische Energieversorgung geworden ist.
Auf dem G7-Gipfel in Évian stimmte US-Präsident Donald Trump einer Verschärfung der Sanktionen gegen den russischen Energiesektor zu, was die Lage für Russland weiter verkomplizieren dürfte. Lewin fasste zusammen:
„Das ist ein sehr wichtiger Moment.“Denn die Ukraine habe die Chance, den Druck auf dem Schlachtfeld weiter zu erhöhen. Die internationale Gemeinschaft scheint geeint, um Kiews Kurs zu unterstützen.
Lewins Aussagen verdeutlichen, wie aktiv die Ukraine an der Front agiert und dass sich die internationale Sanktionspolitik gegenüber Russland möglicherweise verändert. Ein verstärkter Druck auf die russische Energie-Infrastruktur könnte schwerwiegende Folgen für die Wirtschaft des Landes haben und damit auch seine militärischen Kapazitäten beeinträchtigen. Angesichts der wachsenden internationalen Unterstützung für die Ukraine ist es entscheidend, die Entwicklungen an der Front und die Beschlüsse der Weltpolitiker im Auge zu behalten.
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