Putins Umfragewerte stürzen auf 66 Prozent ab – Russlands Kraftstoffkrise eskaliert.
Einbruch der Zustimmung für Wladimir Putin
Nach Angaben von Espreso.tv: Die Zustimmungswerte des russischen Präsidenten Wladimir Putin sind innerhalb einer Woche um fünf Prozentpunkte gefallen und liegen nun bei 66 Prozent. Dies berichten russische Medien unter Berufung auf aktuelle Erhebungen. Auch das Vertrauen in den Staatschef hat nachgelassen: Laut einer vom 10. bis 12. Juli durchgeführten Umfrage sank es von 69 auf 67 Prozent. Das staatliche Meinungsforschungsinstitut WZIOM ermittelte für den Zeitraum vom 6. bis 12. Juli eine Zustimmungsrate von 65,1 Prozent für Putins Amtsführung. Der aktuelle Rückgang fällt stärker aus als der Einbruch im Herbst 2022 und deutet auf eine wachsende Unzufriedenheit in der Bevölkerung hin. Der Anteil der Russen, die die Arbeit des Präsidenten „nicht gutheißen“, ist auf 23,4 Prozent gestiegen.
Benzin aus Indien und Exportstopp: Russlands Kraftstoffkrise
Parallel dazu verschärft sich die Kraftstoffkrise, die Ende Mai 2023 ihren Anfang nahm. Putin selbst räumte am 28. Juni 2023 öffentlich ein, dass es in Russland eine solche Krise gibt. Als Reaktion darauf kündigte das Land am 17. Juni 2023 an, Benzin auf dem Seeweg aus asiatischen Ländern zu importieren. Die ersten Schiffslieferungen aus Indien trafen am 1. Juli 2023 ein. Um den angespannten Inlandsmarkt zu entlasten, verhängte die russische Regierung am 8. Juli 2023 zudem ein Exportverbot für Dieselkraftstoff. Diese Ereignisse verdeutlichen die wachsenden wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen für das Land. Der sinkende Rückhalt für den Präsidenten inmitten der Treibstoffkrise könnte ein Zeichen für zunehmende Unzufriedenheit sein, die den politischen Kurs des Landes beeinflussen könnte. Die Notfallimporte und der Exportstopp sind Versuche der Regierung, schnell auf die wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu reagieren, doch ihre Wirksamkeit für die Stabilisierung des Binnenmarktes und das verlorene Vertrauen der Bürger bleibt fraglich.
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