So können sich im Ausland lebende Ukrainer gezielt der Armee anschließen.
Freiwilliger Dienst aus dem Ausland
Nach Angaben von Novyny.live: Ukrainische Staatsbürger, die sich im Ausland aufhalten, können sich direkt den Streitkräften (AFU) anschließen, ohne ein territoriales Rekrutierungszentrum (TZK) einzuschalten. Dabei besteht jedoch die Gefahr, nach der Rückkehr in die Heimat willkürlich einer beliebigen Einheit zugewiesen zu werden. Diese Frage ist besonders für diejenigen relevant, die sich außerhalb der Landesgrenzen befinden und möglicherweise sogar von den TZK zur Fahndung ausgeschrieben sind.
Der Anwalt Wladyslaw Derij weist darauf hin, dass dieses Risiko tatsächlich besteht. Um eine zufällige Zuteilung zu vermeiden, rät der Experte, sich bereits während des Aufenthalts in Europa für eine konkrete Einheit zu entscheiden.
„Wählen Sie zunächst eine Einheit aus, während Sie noch in Europa sind. Denn der beste Weg, einer willkürlichen Verteilung zu entgehen, ist die Abreise mit einem festen Dienstort“, so Derij.
Möglichkeiten für den Beitritt
Für Personen in Polen oder Nachbarländern besteht die Option, einem ukrainischen Legionärsverband beizutreten. Die Ausbildung dieser Legionen findet in Europa mit ausländischen Instruktoren statt und vermittelt die notwendigen Fähigkeiten für den Dienst. Der Jurist empfiehlt, Stellenangebote auf folgenden Plattformen zu prüfen:
- Lobby X
- Work.ua (AFU)
- Robota.ua
- єВідновлення
Moderne Brigaden führen Vorstellungsgespräche häufig über Zoom oder Messenger durch.
Für Ukrainer, die den Streitkräften beitreten möchten, ist es daher entscheidend, sich frühzeitig für eine Einheit zu entscheiden und ein Empfehlungsschreiben des jeweiligen Kommandeurs einzuholen. Dies verringert das Risiko einer unvorhergesehenen Zuteilung nach der Rückkehr in die Ukraine erheblich.
Die Situation unterstreicht, wie wichtig eine klare Planung und die aktive Wahl der militärischen Einheit für im Ausland lebende Ukrainer ist. Angesichts der anhaltenden Kriegshandlungen kann der direkte Beitritt von außerhalb ein bedeutender Beitrag zur Landesverteidigung sein. Wer eine Rückkehr plant, sollte sich der Risiken bewusst sein und über eine konkrete Strategie verfügen, um ungewollte Folgen bei der Mobilisierung zu vermeiden.
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