Neue Vorschriften ab 2026: Was ukrainische Staatsbürger in Polen beachten müssen.
Anstehende Regeländerungen für Ukrainer in Polen im Februar 2026
Nach Angaben von Novyny.live: Für ukrainische Staatsbürger in Polen stehen ab Februar 2026 wichtige Änderungen im Mietrecht und bei Sozialleistungen an. Das polnische Mindestgehalt bleibt hingegen auf dem bereits zum 1. Januar 2026 angehobenen Niveau. Es beträgt seitdem 4.806 Zloty brutto monatlich, was einem Nettoverdienst von etwa 3.500 Zloty entspricht. Der neue Brutto-Stundenlohn liegt bei 31,40 Zloty.
Rund 150.000 Ukrainer mit Flüchtlingsstatus müssen voraussichtlich im Februar 2026 einen erneuten Antrag auf die Familienleistung '800+' stellen. Ab dem 1. Februar 2026 sind zudem Aktualisierungen der Daten bei der Sozialversicherungsanstalt (ZUS) erforderlich. Der ZUS kann die Auszahlung der '800+'-Leistung verweigern, falls Zweifel am tatsächlichen Aufenthalt in Polen, an der beruflichen Tätigkeit der Eltern oder am Schulbesuch des Kindes bestehen.
Steuerliche Neuerungen für Vermieter und Reisegebühr
Ab 2026 wird in Polen das Nationale System zur Registrierung von Steuerzahlern (KSeF) verbindlich. Vermieter müssen dann ihre Steuernummer (NIP) angeben und Rechnungen elektronisch ausstellen. Zudem wird ab dem kommenden Jahr eine Einreisegebühr von 20 Euro fällig. Als Kontext: Zur polnischen Mittelschicht wurden 2025 monatliche Einkommen zwischen 4.700 und 12.000 Zloty gezählt.
Diese umfassenden Änderungen werden das Alltagsleben vieler Ukrainer in Polen direkt betreffen und erfordern eine genaue Kenntnis der neuen Bestimmungen. Die verschärften Regelungen im Miet- und Sozialrecht deuten auf eine Neuausrichtung der polnischen Migrationspolitik hin. Für ukrainische Geflüchtete ist es daher entscheidend, die aktualisierten Anforderungen rechtzeitig zu beachten, um ihre finanzielle Stabilität und Ansprüche auf Unterstützung nicht zu gefährden. Eine vorausschauende Prüfung der Wohnungsmarkt- und Finanzbedingungen wird für alle, die längerfristig in Polen bleiben möchten, unerlässlich sein.
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