Ukrainische Streitkräfte treffen Ziele auf der Krim und in Russland.
Gezielte Angriffe auf feindliche Infrastruktur
Nach Angaben von TSN.ua: Am 17. Februar 2023 griffen ukrainische Verteidiger Ziele im vorübergehend besetzten Krimgebiet und auf russischem Territorium an. Bei diesen Operationen wurde ein russischer Hubschrauber des Typs Ka-27 in der Nähe von Kamyschly getroffen. Solche Aktionen sind Teil einer umfassenderen Strategie, die darauf abzielt, die militärische Infrastruktur des Gegners nachhaltig zu schwächen.
Bereits am Vortag, dem 16. Februar, hatten ukrainische Kräfte drei Kommandopunkte für feindliche Drohnen (UAV) in Huljajpole, Satyschschja und Anatolijiwka angegriffen. Diese Schläge sollten die Fähigkeiten der russischen Truppen zur Nutzung von Kampfdrohnen beeinträchtigen und deren Einsatzfähigkeit stören.
In der Nacht zum 17. Februar trafen ukrainische Streitkräfte zudem die Ilski-Ölraffinerie in der Region Krasnodar in Russland. Diese Anlage hat eine jährliche Verarbeitungskapazität von etwa 6,6 Millionen Tonnen Rohöl und ist damit ein bedeutender Wirtschafts- und Versorgungsknotenpunkt für die russische Kriegsführung.
Logistikzentren und Nachschubwege im Fokus
Die Angriffe der ukrainischen Armee richten sich nicht nur gegen unmittelbare Kampfeinheiten, sondern zunehmend auch gegen kritische Infrastruktur, die die russischen Streitkräfte versorgt. Zu den wichtigen Konzentrationspunkten des Gegners gehören weiterhin:
- Rosiwka
- Ljubymiwka
- Donezk
- Lidyne
Hier befinden sich unter anderem Nachschublager. Zudem ist Selenopill ein wichtiger Kommunikationsknoten der 127. motorisierten Schützendivision der russischen Streitkräfte.
Diese militärischen Operationen unterstreichen die aktive und offensive Verteidigung der Ukraine, die darauf abzielt, das Kriegspotenzial des Angreifers zu verringern. Solche tiefen Störaktionen sind ein wesentlicher Bestandteil der asymmetrischen Kriegsführung, mit der ein materiell überlegener Gegner ausgeglichen werden soll.
Die ukrainischen Angriffe auf kritische Infrastruktur zeigen eine erweiterte Strategie: Es geht nicht mehr nur um die Zerstörung von Waffensystemen, sondern auch um die Ressourcen und Logistik, die den Krieg des Gegners überhaupt erst ermöglichen.
Mit Fortdauer des Krieges könnten solche Operationen die langfristige Kampffähigkeit Russlands beeinflussen, indem sie die Nachschublinien und die Treibstoffversorgung unterbrechen. Die präzise Planung und Koordination dieser Angriffe wird für die weitere Verteidigung der ukrainischen Gebietsintegrität eine entscheidende Rolle spielen.
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