Warum Usyk in New York den Handschlag mit Beterbijew verweigerte.
Ein Boxabend in New York
Nach Angaben von Novyny.live: Bei einem Boxevent in New York, bei dem Shakur Stevenson gegen Teofimo Lopez gewann, sorgte ein anderer Auftritt für Aufsehen: Der unumstrittene Schwergewichts-Weltmeister Oleksandr Usyk war anwesend. Die Aufmerksamkeit galt jedoch weniger dem sportlichen Geschehen als vielmehr seiner demonstrativen Geste, dem russischen Boxer Artur Beterbijew nicht die Hand zu geben.
Beterbijev, ehemaliger Weltmeister im Halbschwergewicht, war ebenfalls vor Ort. Obwohl Usyk und Beterbijev in ihrer Amateurzeit dreimal im Ring aufeinandertrafen, beschränkte sich der Kontakt diesmal auf das Ausbleiben jeder Begrüßung. Nach dem Kampf betraten weitere prominente Boxer den Ring, darunter:
- Dmitry Bivol
- Gennady Golovkin
- Conor Benn
Im Kontrast dazu tauschte Usyk herzliche Begrüßungen mit Turki Al ash-Sheikh und Eddie Hearn aus, was seine Haltung während der Veranstaltung zusätzlich unterstrich. Als möglicher Grund für die kühle Geste gelten Beterbijews Verbindungen zu Ramsan Kadyrow. Die verweigerte Handreichung wurde so zu einem der prägnantesten Momente des Abends und spiegelte die angespannte Beziehung zwischen dem ukrainischen und dem russischen Sportler wider.
Der politische Hintergrund
Der Vorfall verweist auf die anhaltenden Konflikte und die politische Spannung zwischen der Ukraine und Russland, die sich auch im Sport manifestieren. Usyk, der sich als Symbol des ukrainischen Unabhängigkeitsstrebens versteht, demonstriert damit konsequent seine Haltung. Solche Gesten sind in der heutigen Zeit keine Seltenheit mehr und zeigen, wie sehr der Sport zum Austragungsort politischer Botschaften geworden ist.
Derartige Akte finden stets ein breites Echo in der Fangemeinde und der Sportwelt. Sie machen deutlich, dass internationale Sportereignisse längst nicht mehr frei von den geopolitischen Realitäten sind, die sie umgeben.
Lesen Sie auch
- Kiewer Dynamo will Abwehr verstärken: 950.000 Euro Ablöse für CSKA-Verteidiger geboten
- Nike-Werbespot zur WM 2026: Channing Tatum spielt Erling Haalands Doppelgänger
- Testspiel angesetzt: Ukrainische Nationalelf trifft im Juni auf Dänemark
- Manchester City dementiert Wechselgerüchte um Haaland zu Real Madrid und droht mit Klage
- Eishockey-Freundschaftsspiel zwischen Russland und USA in Moskau zum 250. Jahrestag Amerikas geplant
- Abstieg besiegelt: Ajax lockt Trainer Sanchéz – und will auch Zygankow mitnehmen

