Die letzten Hunde verließen die Antarktis vor 30 Jahren: Warum sie ausgesiedelt wurden.
Nach Angaben von ТСН: Heute ist die Antarktis ein Kontinent, auf dem keine Spuren von Pfoten mehr geblieben sind, aber vor über hundert Jahren wurden zum ersten Mal Hunde in ihr Eis eingeführt. Die ersten Huskies erschienen hier im Jahr 1899 mit der Expedition von Carsten Borchgrevink und wurden unverzichtbare Helfer der Forscher während der strengen Winter.
Die Rolle der Hunde während der 'Heldentaten'-Ära
In der 'Heldentaten'-Ära spielten Hunde eine wichtige Rolle in den Versuchen der Forscher, den geografischen Südpunkten mit den Expeditionen von Robert Scott und Douglas Mawson zu erreichen. Sie zogen schwere Lasten, sorgten für Logistik und wurden sogar in kritischen Situationen zur Nahrungsquelle für erschöpfte Polarwanderer.
Der dramatische Fall von Mawson, der gezwungen war, das Fleisch seiner Huskies nach dem Verlust seiner Vorräte zu essen, führte zum Tod seines Kollegen Xavier Mertz durch Vitamin-A-Überdosis, was die Gefährlichkeit einer kontinentalen Ernährung verdeutlichte.
Allmählicher Rückgang der Hundepopulation
Im Laufe des größten Teils des 20. Jahrhunderts halfen Hunde den Polarforschern auf wissenschaftlichen Stationen, den moralischen Geist zu heben und die Fortbewegung zu erleichtern. Doch mit der Entwicklung von Schneemobilen und anderen Mechanismen nahm ihre praktische Notwendigkeit ab.
Verbot der Anwesenheit von Hunden
Die Frage des Auswischens von Hunden wurde im Rahmen des Umweltschutzprotokolls zum Antarktisvertrag entschieden. Die internationale Gemeinschaft kam zu dem Schluss, dass die Anwesenheit fremder Arten auf dem Kontinent den Prinzipien des Erhalts des einzigartigen Ökosystems widerspricht. 1964 wurde ein Verbot des Imports ausländischer Flora und Fauna erlassen, doch Hunde blieben noch drei Jahrzehnte lang eine Ausnahme.
Zu Beginn der 1990er Jahre wurde der Bedarf an Huskies als null anerkannt. Das Hauptargument war der Wunsch, biologische Kontamination zu vermeiden: das Hundepestvirus, das auf einheimische Robben übertragen werden kann und für sie tödlich sein könnte, sowie das Risiko, das Ökosystem durch Jagd auf Pinguine oder Störung ihrer Nester zu beeinflussen.
Das Ende einer Ära
Die letzten Hunde verließen die Antarktis im Februar 1994, was das Ende einer langen Ära der Nutzung von Tieren auf diesem Kontinent markierte und es ermöglichte, sich auf wissenschaftliche Forschung und den Erhalt der Wildnis zu konzentrieren, frei von menschlicher Aktivität.
Wir erinnern daran, dass Wissenschaftler zuvor eine einzigartige erdlebende Tierart entdeckt haben, die unter extremen Bedingungen in der Antarktis überlebt. Die Antarktische Mücke (Belgica antarctica) hat im Laufe der Evolution ihre Flügel verloren, da das Fliegen unter antarktischen Stürmen unweigerlich zum Tod und zu hohen Energieaufwendungen geführt hätte.
In der Geschichte der Antarktis spielten Hunde eine wichtige Rolle, indem sie den Forschern halfen, die Herausforderungen extremen Bedingungen zu bewältigen. Seit den ersten Forschungsreisen ist ihr Einsatz ein unverzichtbarer Teil der Expeditionen geworden, aber mit dem Fortschritt der Technologie hat sich ihre Rolle allmählich verändert. Mit den gegenwärtigen Beschränkungen für die Anwesenheit dieser Tiere auf dem Kontinent liegt der Schwerpunkt auf dem Erhalt der Reinheit des Ökosystems und dem Schutz einheimischer Arten.Lesen Sie auch
- Wende an der Front: Brücke bei Tschonhar zerstört – Erstmals FP-5-Flamingo-Raketen im Einsatz
- Neue Vergeltungsziele: Iran droht mit Angriffen auf US-Stützpunkte in drei Ländern
- Krim unter Druck: Russische Besatzer kämpfen mit Treibstoffmangel und Nachschubproblemen
- 530 Drohnen und Raketen binnen drei Tagen: Russlands Angriffswelle fordert Dutzende Verletzte in der Ukraine
- Bis 2050: Japan will 14 Atomreaktoren ersetzen – erster Masterplan seit Fukushima
- Ukrainische Angriffe auf russische Ölanlagen: Brände in drei Regionen gemeldet

