Leichter als 300 Gramm: MIT-Ingenieure entwickeln Hybridroboter für Luft und Wasser.

Leichter als 300 Gramm: MIT-Ingenieure entwickeln Hybridroboter für Luft und Wasser
Leichter als 300 Gramm: MIT-Ingenieure entwickeln Hybridroboter für Luft und Wasser

Gemeinsame Entwicklung von MIT und EPFL

Nach Angaben von ITC.ua — Техно: Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) einen neuartigen Roboter entwickelt, der sowohl fliegen als auch tauchen kann. Das Gerät wiegt weniger als 300 Gramm und besteht aus einem zentralen Rumpf, zwei flexiblen Flügeln und einem Heckstabilisator. Diese besondere Bauweise ermöglicht es dem Roboter, sich sowohl in der Luft als auch unter Wasser effizient zu bewegen. Damit eröffnen sich neue Perspektiven für die Umweltforschung, da bisherige Geräte oft nur für ein Medium optimiert waren.

Technische Daten und Fähigkeiten

Die Flügel des Roboters bestehen aus dünnen Membranen, die mit hydrophoben Nanopartikeln beschichtet sind. Dies sorgt nicht nur für ein geringes Gewicht, sondern auch für eine hohe Leistungsfähigkeit in den unterschiedlichen Umgebungen. Das Forschungsteam fertigte drei Sätze von Flügeln in verschiedenen Größen an:

  • Klein (60 cm)
  • Mittel (80 cm)
  • Groß (100 cm)

Dank dieser Variationsmöglichkeiten kann der Roboter an verschiedene Einsatzbedingungen angepasst werden.

Die Geschwindigkeiten des Roboters sind beachtlich: Unter Wasser erreicht er eine Schwimmgeschwindigkeit von bis zu 1 Meter pro Sekunde, in der Luft hingegen fliegt er mit bis zu 6 Metern pro Sekunde. Um vom Wasser in die Luft zu wechseln, muss sich das Gerät in einem Winkel von 70 Grad neigen. Diese Technik ermöglicht einen effektiven Wechsel zwischen den beiden Arbeitsumgebungen.

„Im Idealfall möchten wir, dass Ozeanographen, Meeresbiologen und Anwohner von Küstenregionen diesen Roboter von einem Boot oder vom Ufer aus starten können.“ — Raphael Zufferey

Die diesem Roboter zugrundeliegende Forschungsarbeit wurde in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht. Sie eröffnet neue Wege für die Erforschung aquatischer Ökosysteme und die Umweltüberwachung.

Die Entwicklung dieses Roboters ist ein bedeutender Fortschritt in der Technologie, die Luft- und Wasserforschung miteinander verbindet, und könnte weitreichende Auswirkungen auf Wissenschaft, Ökologie und den Umweltschutz haben. Durch seine Vielseitigkeit könnte ein solches Gerät zu einem nützlichen Werkzeug für die Untersuchung und den Schutz mariner Ökosysteme werden, was besonders vor dem Hintergrund des globalen Klimawandels und der Erschöpfung natürlicher Ressourcen von großer Bedeutung ist. Dies unterstreicht zudem das Potenzial interdisziplinärer Forschung in der Robotik und Ökologie.


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