Odergebiet: See Katlabuch wird künstlich geflutet – Wasserkrise bedroht Ernte und Gemeinden.

Odergebiet: See Katlabuch wird künstlich geflutet – Wasserkrise bedroht Ernte und Gemeinden
Odergebiet: See Katlabuch wird künstlich geflutet – Wasserkrise bedroht Ernte und Gemeinden

Zwangsbefüllung des Katlabuch-Sees

Nach Angaben von Novyny.live: Im Jahr 2025 haben die Behörden in der Oblast Odessa damit begonnen, den Katlabuch-See gezielt mit Wasser zu versorgen. Grund dafür ist ein drastischer Rückgang des Wasserspiegels, der die lokale Wasserversorgung und die bevorstehende Bewässerungssaison gefährdet. Die Maßnahme wurde ergriffen, nachdem ein kritischer Niedrigstand des Sees festgestellt worden war.

Der Katlabuch-See ist eine zentrale Wasserquelle für rund 15.000 Bewohner der Region. Er bewässert über 9500 Hektar landwirtschaftlicher Flächen, was für die Agrarwirtschaft in der Oblast Odessa von entscheidender Bedeutung ist. Mehr als 30 Agrarbetriebe sind für ihre Produktionsprozesse auf das Wasser des Sees angewiesen.

Ursachen des Niedrigwassers und Folgen

Die angespannte Wassersituation im Gebiet Odessa wird durch mehrere kritische Faktoren verschärft, die zum Austrocknen des Sees geführt haben:

  • anhaltende Hitzewellen;
  • ausbleibende Niederschläge;
  • schwacher Wasseraustausch.

Diese Umstände haben den Wasserstand des Sees so stark sinken lassen, dass nun dringende Maßnahmen zur Wiederauffüllung erforderlich sind.

Erschwerend kommen Schäden an der Schleusendammstruktur „Repida – ISRZ“ am 97. Kilometer der Donau hinzu. Zudem ist ein rund 60 Meter langer Abschnitt des Flussbetts beschädigt. Die Wasserqualität leidet zusätzlich unter technischen Ölverschmutzungen im Dnister, die auf einen russischen Angriff Anfang März zurückgehen. Der Dnister ist eine der wichtigsten Trinkwasserquellen für Odessa, weshalb sein ökologischer Zustand für die Bevölkerung von großer Bedeutung ist.

Die künstliche Befüllung des Katlabuch-Sees ist eine wichtige Initiative zur Stabilisierung der Wasserversorgung in der Region, insbesondere da ein Großteil der Landwirtschaft auf diese Wasserressource angewiesen ist. Angesichts der zusätzlichen Probleme mit der Wasserqualität im Dnister, die durch den militärischen Konflikt verschärft werden, können diese Maßnahmen maßgeblich zur Sicherung der Wasserversorgung und der landwirtschaftlichen Produktivität in der Oblast Odessa beitragen. Ein schnelles Handeln ist unerlässlich, um die nachhaltige Entwicklung der Region und das Wohl ihrer Bewohner zu gewährleisten.


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