Ab 2026 ändert sich der Impfkalender in der Ukraine: was Pflicht wird.
Nach Angaben von ТСН: Ab 2026 tritt der aktualisierte nationale Impfkalender in der Ukraine in Kraft, der einen neuen Pflichtimpfstoff umfasst und die Fristen für die Einführung bestimmter Präparate ändert, um den europäischen Erfahrungen zu entsprechen.
HPV: kostenlose 'Krebsimpfung' für Jugendliche
Die wichtigste Änderung wird die Hinzufügung des Impfstoffs gegen humane Papillomviren (HPV) zur Liste der Pflicht- und kostenfreien Impfungen sein.
HPV ist die Hauptursache für Gebärmutterhalskrebs, an dem jährlich etwa 3.000 ukrainische Frauen erkranken, von denen tausend sterben. Ab dem nächsten Jahr beginnt der Staat mit der Impfung von Mädchen im Alter von 12-13 Jahren mit einem 9-valenten Impfstoff, der vor den gefährlichsten Stämmen des Virus schützt. Diese Impfung wird ab dem 1. Januar 2026 verpflichtend und kostenlos sein. Die Erfahrungen von Ländern wie Australien, die ähnliche Programme implementiert haben, zeigen, dass eine flächendeckende Impfung das Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, erheblich senkt.
Änderungen der Impfzeiten für Säuglinge und Kinder
Zusätzlich zur HPV-Impfung wurden neue Impfpläne gegen andere Infektionskrankheiten unter Berücksichtigung europäischer Erfahrungen eingeführt:
Gegen Tuberkulose (BCG): Impfungen werden innerhalb von 24 Stunden nach der Geburt durchgeführt, anstelle von 3-5 Tagen, wie es derzeit der Fall ist.
Gegen Hepatitis B: Das Schema der Dosierung ändert sich: Die Impfung erfolgt in 2, 4, 6 und 18 Monaten.
Gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR): Die Impfung beginnt im ersten Jahr, aber die zweite Dosis wird früher — im Alter von 4 Jahren verabreicht.
Gegen Poliomyelitis: Die Impfung erfolgt nur mit inaktiviertem Poliovirus-Impfstoff (IPV), der das inaktive Virus enthält, und die Impfung im Alter von 14 Jahren entfällt.
Wenn Sie bereits mit der Impfung Ihres Kindes gemäß dem alten Kalender begonnen haben und Fragen zu den Neuerungen haben, kann Ihr Kinderarzt oder Hausarzt Ihnen helfen, den individuellen Impfplan anzupassen.
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Somit ist die Aktualisierung des nationalen Impfkalenders ein wichtiger Schritt zur Verringerung des Krankheitsrisikos bei Kindern und Jugendlichen. Die Einführung des HPV-Impfstoffs unterstreicht das Engagement des Staates, gegen Krebserkrankungen zu kämpfen und die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern. Eltern wird geraten, die Änderungen im Impfkalender zu verfolgen und sich mit Ärzten zu beraten, um eine rechtzeitige Impfung ihrer Kinder zu gewährleisten.
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